Alle Artikel in: Bergneustadt

Kowalski — Ein Nachruf

Nach­dem er Frei­tag und Sams­tag nicht nach Hau­se gekom­men ist, haben wir uns wahn­sin­nig gesorgt. Kowal­ski, der ver­fres­se­ne klei­ne Kerl, der mor­gens an der Ter­ras­sen­tür klopft und maunzt, weil er Hun­ger hat. Eine für Face­book ver­fass­te Such­mel­dung wur­de fast 150 Mal geteilt, jedoch führ­ten die ers­ten hoff­nungs­vol­len Nach­rich­ten lei­der zu nichts. Nach­dem wir zwei Tage lang die Hoff­nung hat­ten, dass er nur irgend­wo ein­ge­sperrt ist, kam dann der Hin­weis, dass an der Stra­ße eine geti­ger­te tote Kat­ze liegt. Es soll­te sich lei­der her­aus­stel­len, dass es unser Kowal­ski war. Zunächst waren wir bei­de nicht sicher, ob er es wirk­lich ist, da sich sein Haupt­merk­mal lei­der nicht mehr erken­nen ließ. Aber die Sta­tur und auch die beson­de­re Fell­zeich­nung lie­ßen am Ende lei­der kei­nen Zwei­fel übrig. Wir haben unse­ren Stin­ki mit nach Hau­se genom­men und bei uns im Gar­ten beer­digt. Wir sind bei­de am Boden zer­stört und Bai­ley kommt damit irgend­wie auch nicht so rich­tig klar. Ich kann nicht auf­hö­ren zu wei­nen und ver­mis­se mei­nen klei­nen Plüsch­ball so sehr. Obwohl es Quatsch ist, wün­sche ich mir die gan­ze Zeit, dass …

Sie werden so schnell groß — unsere Katzen sind erwachsen

Seit mein Eddy vor fast 15 Jah­ren gestor­ben ist, hab ich mir immer gewünscht, wie­der Kat­zen zu haben. Als wir aus Bay­ern wie­der da waren, ver­hei­ra­tet und somit gewillt den Rest unse­res Lebens mit­ein­an­der zu ver­brin­gen, sprach auch nichts wei­ter dage­gen, sich von nun an gemein­sam um ein Lebe­we­sen zu küm­mern. Oder zwei. Ver­liebt in gro­ße Ohren Zufäl­lig sahen wir eines Tages in Face­book ein Bild der­sel­ben Kat­ze. Mila, eine grau geti­ger­te Schön­heit, such­te ein neu­es Zuhau­se. Doch kaum war der Auf­ruf gestar­tet, war sie auch schon ver­mit­telt. Das war schon ein biss­chen trau­rig, aber da wir eh noch nicht sicher waren, letzt­end­lich auch nicht so schlimm. Der Kon­takt zur Ver­mitt­lung war aber nun da und auf einer wei­te­ren Pfle­ge­stel­le waren auch noch die Brü­der von Mila unter­ge­kom­men: Bai­ley und Mo. Mo hat­te eben­falls schon ein neu­es Heim in Aus­sicht, aber für Bai­ley fand sich nichts. Dabei hat­te ich mich gleich in ihn, vor allem in sein schö­nes Gesicht und sei­ne rie­si­gen Ohren ver­liebt. Da wir uns aber eigent­lich doch gegen Kat­zen ent­schie­den hat­ten, schmach­te­te ich wochen­lang …

… und jährlich grüßt täglich das Murmeltier!

Okay Leu­te, raus aus den Federn! Und nicht die war­men Schüh­chen ver­ges­sen, denn es ist sau­kalt da drau­ßen! Es ist jeden Tag sau­kalt, wo sind wir hier, Mia­mi Beach? Wohl kaum! Tra­di­tio­nen wol­len gepflegt wer­den. Und manch­mal müs­sen auch neue ent­ste­hen. Jedes Jahr am 2. Febru­ar ist Mur­mel­tier­tag. Und das schon seit den 1880er-Jah­ren. Bei uns ist der Mur­mel­tier­tag ges­tern im vier­ten Jahr gewe­sen — zele­briert wie auch schon in den Jah­ren davor mit dem Film „… und täg­lich grüßt das Mur­mel­tier” und Piz­za. *   Die­ses Jahr stand die Tra­di­ti­on zunächst unter kei­nem guten Stern. Don­ners­tags abends ist Mar­tin nor­ma­ler­wei­se gar nicht zu Hau­se, aber zum Glück ist der Ter­min dann doch aus­ge­fal­len, allei­ne wäre es näm­lich nur halb so schön gewe­sen. Nur lei­der war die DVD (wie auch in den Jah­ren davor) unauf­find­bar. Und lei­der lei­der hat­te auch kei­ner der gän­gi­gen Strea­ming-Diens­te den Film im Ange­bot. Shame on you, Net­flix, Ama­zon Prime und wie ihr alle heißt! Aber zum Glück hat­te ich Besuch von Nico­le und die fährt den Film seit Jah­ren in ihrem …

Bucheckern-Plätzchen selbstgemacht [einfaches Rezept]

Am Tag der Deut­schen Ein­heit, genau­er am 03.10.2016, war Max mal wie­der bei uns in der Casa d’Ahman. Im Rah­men eines klei­nen Aus­flu­ges zum Fried­hof Berg­neu­stadt mit dem Kett­car wur­de rela­tiv spon­tan ent­schie­den: hier gibt es Unmen­gen an Buch­eckern — die sam­meln wir! Aber geht da auch mehr? Kurz Goog­le bemüht und auf Chef­koch ein klei­nes, ein­fa­ches Rezept gefun­den. Das bekommt man doch bestimmt bei den Schwie­ger­el­tern gewuppt? Also: alle Taschen voll­ge­stopft und ab zu Ingrid und Man­ni zum Spon­tan­über­fall! Anbei auch noch das Rezept, an wel­ches wir uns auch ganz grob gehal­ten haben ^^ Buch­ecker-Coo­kies mit fri­schen Buch­eckern aus dem Wald, von Chef­koch-Mit­glied „isa­bel­l129”. 180 g Mehl 100 g Buch­eckern, gemah­len 80 g But­ter, weich 2 Eier 70 g Zucker 1/2 Pck. Back­pul­ver Jetzt muss man dazu sagen, dass Mar­tin ja nicht der größ­te Back­meis­ter auf die­sem Pla­ne­ten ist. Und die Kek­se am Ende vom Lied durch zu hohe Tem­pe­ra­tur und 2 Minu­ten zu lan­ge Back­zeit sehr tro­cken waren. Aber im Geschmack wirk­lich unglaub­lich lecker! Des­halb heisst es für uns jetzt: wei­ter­sam­meln und ein eige­nes Rezept ersin­nen! Ver­fei­ne­rung à la Ahman. Viel­leicht …

Bergneustädter Geschichte: Zum Krug

Ich habe mei­ne Kind­heit „Am Wäcker” ver­bracht. Die­ser komi­sche Stra­ßen­na­me war immer schon zu buch­sta­bie­ren, genau­so wie der Nach­na­me Ahman. Nach eini­gen Umzü­gen bin ich nun wie­der da. Und auch glück­lich da 🙂 Am Wochen­en­de letz­tens war Maxi­mi­li­an mit sei­ner Kin­der­gang am Wäcker unter­wegs. War so ein biss­chen wie bei Dani­el und mir frü­her! Hab mich sau­wohl gefühlt da oben, auch mit den ande­ren Papas. Haben ein wenig gequatscht und eigent­lich auch die ers­ten Ban­de mit den „neu­en” Nach­barn geknüpft. Beson­ders span­nend fand ich die Begeg­nung mit dem Kol­le­gen, der das Wohn­haus und die ehe­ma­li­ge Knei­pe „Zum Krug” gekauft hat. Ein super net­ter Typ tür­ki­scher Abstam­mung, der mehr und bes­ser ober­ber­gisch spricht als alle (leicht) rechts ange­hauch­ten Mit­be­woh­ner um und am Wäcker. Immer wie­der wit­zig, sowas. Wie auch immer: er zeig­te mir sei­ne neu­en Pro­jek­te, die er mit dem Umbau der Immo­bi­lie so vor­hat. Und so betrat ich nach guten 30 Jah­ren zum ers­ten Mal wie­der den Krug. Ein komi­sches Gefühl. Aber auch irgend­wie cool. Das Ding kam mir mit 5 so viel grö­ßer vor! Natür­lich war auch …

Maximilian übernimmt die Yamaha Electone HS5

Mei­ne ers­te (und ein­zi­ge) Orgel. Damals mit 8 Jah­ren bekom­men. Und es war Lie­be auf den ers­ten Ton! Ich habe das Ding kom­plett aus­wen­dig gelernt und alle Funk­tio­nen, die irgend­wie mög­lich waren, genutzt. Sounds und Rhyth­men gebaut, Songs recor­ded, viel live gespielt. Damals, 1988, war das Biest gan­ze 7500 DM wert. Und wie ich fin­de — jeden Pfen­nig wert! Und nach den ers­ten Key­boards im Haus­halt wur­de das Ding dann 10 Jah­re spä­ter umfunk­tio­niert zu Flur­de­ko. Knapp 20 Jah­re wei­ter ist der neue Platz bei Max in sei­nem Zim­mer gefun­den. Erst­mal etwas auf Abstand, dann aber: „Das macht voll Spaß, Papa!” Das Ding muss etwas ent­staubt und gewar­tet wer­den, ist aber zu 80 % direkt ein­satz­be­reit. Dank der Midi­schnitt­stel­le und der Audioin- und out­puts ist nun der Gedan­ke gereift, das Ding 100 % fit zu machen, einen klei­nen Lap­top dran zu bügeln und einen Expan­der. Dann ist das wirk­lich der geni­als­te Mid­icon­trol­ler zum Ein­spie­len, den ich mir gera­de den­ken kann 😀 Ich den­ke, da wirds noch den einen oder ande­ren Bericht hier auf ahman​.de geben…!

[Bergneustadt] Blumen vorziehen im Frühling

Das sonn­täg­li­che Früh­stück mit Maxi­mi­li­an bei den Eltern von Miri­am ergibt immer die wil­des­ten Aktio­nen! Die Neus­te ist Maxis Lie­be zur Natur zuzu­schrei­ben. Er hat bei Ingrid auf der Fens­ter­bank gese­hen, wie die Stock­ro­sen so lang­sam das Licht der Welt erbli­cken. Fas­zi­nie­rend! Und dem­entspre­chend hat er gefragt, ob er auch eige­ne Pflan­zen set­zen dürf­te. Also schnell etwas Eier­kar­ton und Erde orga­ni­siert und schon wur­den Samen von Schmuck­körb­chen, Zin­ni­en und Korn­blu­men in klei­ne Töpf­chen sor­tiert, beschrif­tet und dann ein­ge­setzt. Ich mei­ner­seits konn­te mit unge­ahn­ter Text­si­cher­heit eines bekann­ten deut­schen Schun­kel­schla­gers über letz­te­re Blu­mensor­te auf­fal­len 😀 Manch­mal bringt die Allein­un­ter­hal­ter­kar­rie­re aus frü­hes­ter Jugend den einen oder ande­ren wit­zi­gen Moment ins Leben. Wer­den nach und nach die Ergeb­nis­se foto­gra­fie­ren und hier ein­stel­len. Also Max, dann schau mal zu, wie dei­ne Pflan­zen auch in der Fer­ne wach­sen!

Frühlingsbegrünung in Bergneustadt

Der Früh­ling hat auch in Berg­neu­stadt Ein­zug gehal­ten. Mit etwas (zwar unge­frag­ter, davon aber von Her­zen kom­men­der) Hil­fe der Nach­ba­rin sind in unse­ren bei­den grü­nen Blu­men­käs­ten vor der Haus­tür die schöns­ten Früh­lings­ge­ste­cke ent­stan­den. Das Küchen­fens­ter zum Hof raus war aber nach wie vor nackt. Da wir anschei­nend doch so etwas wie ein Farb­kon­zept haben lie­ßen wir uns nicht lum­pen und besorg­ten beim letz­ten Kre­mer-Besuch mit Mama Ingrid einen hüb­schen, gel­ben Blu­men­kas­ten. Die­ser wur­de ratz­fatz mit den 4 lecker rie­chen­den Kräu­tern bestückt und schmückt nun das Fens­ter­brett. Die Kräu­ter kön­nen übri­gens nicht nur ganz toll rie­chen. Son­dern vor allem toll schme­cken! Wir haben nun Zitro­nen­me­lis­se, Sal­bei, Basi­li­kum und Schnitt­lauch. Eine recht soli­de Mischung 🙂 Aus der Zitro­nen­me­lis­se hat Miri­am bereits einen her­vor­ra­gen­den Tee gebrüht, Basi­li­kum ver­edel­te die letz­te Spa­ghet­ti Bolo­gne­se und das Schnitt­lauch ist Maxi­mi­li­ans neue Spaß­ma­schi­ne. Ganz viel davon in den Mund, lan­ge kau­en, und dann schön ins Gesicht von frem­den Leu­ten atmen. 😀 Sal­bei wer­den wir hof­fent­lich nicht so schnell brau­chen. Die­ser ist ein wenig für Erkäl­tun­gen gedacht. Da gibts von Oma noch ein tol­les Rezept. Da wer­de ich …