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… und jährlich grüßt täglich das Murmeltier!

Okay Leute, raus aus den Federn! Und nicht die warmen Schühchen vergessen, denn es ist saukalt da draußen! Es ist jeden Tag saukalt, wo sind wir hier, Miami Beach? Wohl kaum!

Traditionen wollen gepflegt werden. Und manchmal müssen auch neue entstehen. Jedes Jahr am 2. Februar ist Murmeltiertag. Und das schon seit den 1880er-Jahren. Bei uns ist der Murmeltiertag gestern im vierten Jahr gewesen – zelebriert wie auch schon in den Jahren davor mit dem Film „… und täglich grüßt das Murmeltier“ und Pizza.
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Dieses Jahr stand die Tradition zunächst unter keinem guten Stern. Donnerstags abends ist Martin normalerweise gar nicht zu Hause, aber zum Glück ist der Termin dann doch ausgefallen, alleine wäre es nämlich nur halb so schön gewesen. Nur leider war die DVD (wie auch in den Jahren davor) unauffindbar. Und leider leider hatte auch keiner der gängigen Streaming-Dienste den Film im Angebot. Shame on you, Netflix, Amazon Prime und wie ihr alle heißt! Aber zum Glück hatte ich Besuch von Nicole und die fährt den Film seit Jahren in ihrem Auto spazieren (Whut??) und hat somit unseren Abend gerettet.

Den Film „… und täglich grüßt das Murmeltier“ kennt wahrscheinlich jeder, ist doch der Titel sogar zu einer gebräuchlichen Redewendung geworden. Punxsutawney, eine Kleinstadt in Pennsylvania, befragt jedes Jahr am 2. Februar Punxsutawney Phil, ein Murmeltier, ob er beim Verlassen seines Baus seinen Schatten sieht. Sieht er ihn, kündigt das weitere 6 Wochen Winter an. Sieht er ihn nicht, ist der Frühling in Sicht. In diesem Jahr hat Phil seinen Schatten gesehen, also bleibt der Winter noch ein bisschen. Berichten zufolge ist es aber nicht so weit her mit Phils Präzision: Mit 103 Voraussagen eines langen Winters und und nur 17 frühen Frühjahrsankündigungen liegt seine Trefferquote knapp unter vierzig Prozent.

Besondere Popularität hat die Festivität am Gobbler’s Knob nach Erscheinen des Films errungen. 1993 erschienen, mit dem großartigen Bill Murray in der Hauptrolle, ist „…und täglich grüßt das Murmeltier“ eine der wenigen Komödien, die dauerhaft in der Top 250 der imdb vertreten ist. Der zynische Wettermann Phil Connors (Murray) berichtet mit seinem Team über das Murmeltier. Schnell will Phil die Stadt anschließend wieder verlassen, woran ihn jedoch ein Schneesturm hindert. Als Phil am nächsten Morgen aufwacht, ist wieder der 2. Februar. Anfangs glaubt Phil noch an ein Déjà-vu, aber nach und nach realisiert er, dass er eindeutig denselben Tag erneut erlebt. Am nächsten Tag dann dasselbe Spiel. Und wieder. Und wieder. Phil macht verschiedene Phasen durch, macht sich einen Spaß daraus, Leute mit seinem Wissen zu erstaunen, wird kriminell ohne Angst vor Strafe, resigniert, und macht schließlich das Beste aus seiner Situation und versucht ein besserer Mensch zu werden.

Der Zuschauer erfährt nie, wie lange Phil in dieser Zeitschleife gefangen ist, aber verschiedene Quellen sprechen davon, dass es etwa zwischen 10 und 40 Jahre sein müssen. Wobei die Tendenz eher nach oben geht, wenn man bedenkt, welche Fähigkeiten sich Phil zwischenzeitlich aneignet.

Obwohl der Film von Wiederholungen lebt, schau ich ihn mir immer wieder gerne an. Auch beim 100. Ned Ryerson werde ich noch los lachen und am Ende werde ich auch beim 100. Mal schlucken und ein bisschen Pipi in den Augen haben. Mal sehen, ob wir uns für nächstes Jahr etwas Besonderes ausdenken, wenn es heißt „25 Jahre ‚…und täglich grüßt das Murmeltier“ und „5 Jahre ‚…und täglich grüßt das Murmeltier‘ mit Martin und Miri“.

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