Bergneustadt
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Sie werden so schnell groß – unsere Katzen sind erwachsen

Seit mein Eddy vor fast 15 Jahren gestorben ist, hab ich mir immer gewünscht, wieder Katzen zu haben. Als wir aus Bayern wieder da waren, verheiratet und somit gewillt den Rest unseres Lebens miteinander zu verbringen, sprach auch nichts weiter dagegen, sich von nun an gemeinsam um ein Lebewesen zu kümmern. Oder zwei.

Verliebt in große Ohren

Der rot getigerte Bailey mit den riesigen Ohren, eine der schönsten Katzen der Welt!

Bailey, der schönste Kater der Welt

Zufällig sahen wir eines Tages in Facebook ein Bild derselben Katze. Mila, eine grau getigerte Schönheit, suchte ein neues Zuhause. Doch kaum war der Aufruf gestartet, war sie auch schon vermittelt. Das war schon ein bisschen traurig, aber da wir eh noch nicht sicher waren, letztendlich auch nicht so schlimm.

Der Kontakt zur Vermittlung war aber nun da und auf einer weiteren Pflegestelle waren auch noch die Brüder von Mila untergekommen: Bailey und Mo. Mo hatte ebenfalls schon ein neues Heim in Aussicht, aber für Bailey fand sich nichts. Dabei hatte ich mich gleich in ihn, vor allem in sein schönes Gesicht und seine riesigen Ohren verliebt. Da wir uns aber eigentlich doch gegen Katzen entschieden hatten, schmachtete ich wochenlang vor dem Bildschirm.

Nach einem Besuch vor Ort entschieden wir uns dann doch dazu, Bailey zu uns zu holen.

Ein Kumpel für Bailey

Eine Katze alleine zu halten, ist nicht artgerecht. Außerdem hatte ich meinen roten Traumkater und Martin wollte gerne einen grau getigerten. So schnappten wir uns Max und seinen Kumpel und suchten das örtliche Tierheim auf. Dort gab es eine ganze Bande grauer Tiger, nahezu im gleichen Alter wie Bailey (was auch sehr wichtig ist). Einer tapste ganz mutig auf uns zu und zum Glück war es auch noch ein Katerchen. Er hörte auf den grauenhaften Namen Alvin (ja, wie der Chipmunk, er hatte auch u.a. eine Schwester, die Brittany hieß). Den wollten wir auf jeden Fall ändern, sobald er zu uns gezogen wäre.

Der Einzug war leider nicht ganz so einfach, da er im Tierheim erkrankt ist, und wir ihn deshalb mehrere Wochen lang nicht zu uns holen konnten. Leider ist er wahrscheinlich auch nicht richtig behandelt worden, weshalb jetzt wahrscheinlich chronisch etwas davon zurück bleibt, aber er hat sich insgesamt prima entwickelt. Die Namensfindung war äußerst schwierig. Max fand Alvin schon super aber seine Vorschläge wie Nabil-Oliver oder Waldemar kamen bei uns auch nicht so gut an. Letztendlich sollte Martin entscheiden, weil es ja „sein“ Kater war. Weswegen ich besser nicht spaßeshalber Kowalski vorgeschlagen hätte. Dabei ist es nämlich dann geblieben. Aber man gewöhnt sich erstaunlicherweise auch an bekloppte Namen.

 

Pflegestelle ist so viel besser als Tierheim

Ja, ich weiß, die Tierheime sind überfüllt. Und ja, wahrscheinlich können sie gar nicht so viel dafür. Aber das Tierheim, welches, wie wir im Nachhinein erfahren haben, schon einen beschissenen Ruf hat, hat mich maßlos enttäuscht. Nicht nur, dass sie sich nicht gut genug um Kowalski gekümmert haben, sie haben auch mehrfach vergessen uns Bescheid zu sagen, so dass wir umsonst hingefahren sind.

Was von beiden Stellen etwas enttäuschend war: „Ja, die sind komplett durchgeimpft, die können Sie so rauslassen.“ Sah unser Tierarzt etwas anders. Standardimpfungen ja, aber für Freigänger eigentlich nicht ausreichend. So was weiß man als Laie natürlich nicht, da muss man sich dann leider auf die Aussage der Leute verlassen.

Und trotzdem: Ich weiß nicht, ob es an Kowalskis wochenlanger Einzelhaft auf der Krankenstation liegt, aber Bailey ist einfach von Anfang an viel sozialisierter gewesen. Wenn ich also noch mal die Chance hätte, würde ich ein Tier von einer Pflegestelle aufnehmen und nicht aus dem Tierheim. Vor allem nicht aus diesem. Von (Privat-)züchtern sowieso nicht.

Fundkatze, verrat mir dein Alter!

Nun endlich zum eigentlichen Anlass dieses Eintrags: Sowohl Bailey als auch Kowalski sind Fundkatzen, das heißt wir wissen gar nicht sooo genau wie alt sie sind. Bailey wurde aber wahrscheinlich Anfang April 2016 geboren und so wurde der Geburtstag einfach auf den 4.4. festgesetzt. Kowalski ist ein bisschen jünger, also haben wir uns überlegt, dass er dann am 5.5. Geburtstag hat. Was heute ist. Trööööt!

Katzen- und Menschenalter lassen sich natürlich nicht haargenau umrechnen, aber mit 1 Jahr ist so eine Katze auf jeden Fall kein „Junior“ mehr. Bei „welt-der-katzen.de“ steht, dass 12 Monate in etwa einem Menschenalter von 15 – 16 entsprechen. Also immerhin fast erwachsen. Kowalski, der immer ein bisschen mickrig war, ist gefühlt auch in dieser Woche doppelt so lang und viel kräftiger geworden. Natürlich wünschen wir uns, dass wir noch viele weitere gemeinsame und gesunde Geburtstage zusammen feiern können.

Katzen sind großartig

Unsere Kater bereiten uns viel Freude. Aber einen Knall haben beide. Bailey, der mit mir durch dick und dünn ging, als Kowalski noch im Tierheim war, mag mich nicht mehr besonders. Also, schon, aber er ist viel distanzierter seit Kater #2 da ist. Dafür liebt er jetzt den Martin. Sobald der sitzt (vorzugsweise im Studio), springt er ihm in die Arme, lässt sich auf den Rücken plumpsen und will gestreichelt werden. Abends und morgens im Bett legt er sich auf seinen Bauch. Zum Glück lässt er mich manchmal auch noch ran.

Kowalski hat die unglaublich nervtötende Angewohnheit, an sich selbst zu nuckeln, wenn er sich pudelwohl fühlt. Tagsüber mag das noch niedlich sein, aber wenn er nachts auf dem Bett liegt, sind die Lutschgeräusche unerträglich. Außerdem ist er die tollpatschigste Katze, die ich je gesehen habe und ist ich-weiß-nicht-wie-oft von uns unbeabsichtigt durch die Gegend getreten worden, weil er immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Und dann ist da natürlich noch sein Klätschauge. Aber er hat mich sehr lieb und wir kuscheln immer ganz viel. Das macht vieles wieder gut!

Ansonsten haben sie dieselben Macken, wie alle Katzen. Sie können sich nie entscheiden, ob sie gerade rein oder raus wollen. Katzenfutter, das sie an einem Tag lieben, rühren sie am nächsten Tag nicht an. Sie vergessen schon mal, dass sie nicht über die Tische laufen dürfen. Solche Dinge halt. Aber ich bin jeden Tag froh darüber, dass sie bei uns sind!

 

 

Titel: Eigenes Foto mit Grafiken Designed by Freepik

Kategorie: Bergneustadt

von

Miriam

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