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Ich hab die „Elternschule” überlebt

In der Mäuseburg kommen Teufel rein und Engel wieder raus.

Ich bin auf Face­book in diver­sen Müt­ter-Grup­pen unter­wegs. Die­se sind über­wie­gend aus­ge­rich­tet auf bedürf­nis­ori­en­tier­te und bin­dungs­ori­en­tier­te Erzie­hung. Es geht dort vor allem um Lang­zeit­stil­len, Tra­gen und Co-Slee­ping im Eltern­bett. Kein Wun­der also, dass ein Auf­schrei durch die Men­ge ging, als im letz­ten Jahr der Doku­men­tar­film „Eltern­schu­le” in den Kinos anlief.

Elternschule” im ÖRR und in der Mediathek

Auf­grund des Trai­lers und des Medi­en­echos zum Film, gepaart mit den Aus­sa­gen der Müt­ter, hat­te ich zwar schon ein recht umfas­sen­des Bild zum Film; aber eigent­lich fin­de ich ja, dass man sich erst dann eine Mei­nung bil­den kann, wenn man es auch selbst gese­hen hat. Finan­zi­ell unter­stüt­zen woll­te ich die Fil­me­ma­cher aber nicht und hab den Film daher nicht gekauft. Ges­tern lief der Film dann um 23 Uhr in der ARD. Eine Mut­ter in einer mei­ner Grup­pen sag­te dazu: „Wie pas­send, dass der Film einen Sen­de­platz hat, an dem sonst Hor­ror­fil­me lau­fen.” Vie­le haben geäu­ßert, dass sie sich den Film nicht anse­hen wer­den, weil sie befürch­te­ten, nach­hal­tig davon trau­ma­ti­siert zu wer­den. Ich fin­de es gut und rich­tig, „Eltern­schu­le” zu mei­den, wenn man sich selbst nicht zutraut, das auszuhalten.

Wei­ter­le­sen

13zehn – Crowdfunding für neuen Thriller

Dani­el Kohl­haas und Dani­el Juhr haben einen neu­en Mys­te­ry-Thril­ler geschrie­ben: 13zehn. Und damit der nicht nur als E‑Book oder als Hör­buch erscheint, suchen Sie Unter­stüt­zer, um auch das Hard­co­ver zu finan­zie­ren. Und – wie nicht anders zu erwar­ten war – das ers­te Fun­ding-Ziel von 3.000 Euro ist natür­lich erreicht wor­den. Fami­lie Ahman hat sich selbst­ver­ständ­lich eben­falls betei­ligt. Wir sind zwar kei­ne aus­ge­wie­se­nen Thril­ler-Fans, aber wir sind mit einem der Autoren freund­schaft­lich ver­bun­den. Und wenn Freun­de gei­le, krea­ti­ve Sachen machen, unter­stüt­zen wir das, wenn wir kön­nen. (Bei Gele­gen­heit wer­den wir auch noch etwas über Roads&Shoes schrei­ben, deren Crowd­fun­ding wir eben­falls mit­ge­macht haben. Die wun­der­schö­ne Plat­te, die dabei her­aus­ge­kom­men ist, lan­det hier häu­fi­ger auf dem Teller). 

Wer die bei­den Sym­pa­thie­trä­ger mal in Bewe­gung sehen will, kann das zum einen im neben­ste­hen­den Video tun. Zum ande­ren gibt es aber auch die Mög­lich­keit, die bei­den über ein Dan­ke­schön in der Kam­pa­gne zu buchen. Wer es gar nicht so per­sön­lich braucht, son­dern lie­ber eine öffent­li­che Lesung besu­chen möch­te, hat dazu unter ande­rem am 06.11.2019 in der May­er­schen in Gum­mers­bach die Gele­gen­heit. Tickets dafür gibt es auf mayersche.de.

Die Kam­pa­gne bei Start­next läuft noch eine Woche. Jetzt ist also die letz­te Gele­gen­heit, um ein coo­les Pro­jekt zu unter­stüt­zen. Viel­leicht erreicht 13zehn ja auch noch das nächs­te Stretch-Goal? Wir drü­cken jeden­falls die Dau­men! Ange­fixt? 13zehn hat auch eine eige­ne Web­site.

Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne bei start­next: https://www.startnext.com/13zehn
Web­site 13zehn: https://www.13zehn.de
Web­site Dani­el Kohl­haas: https://daniel-kohlhaas.de
Web­site Dani­el Juhr: https://www.juhrmade.de/

Biskuitboden mit Pudding, Äpfeln und Sahne – frei Schnauze backen

Frei Schnau­ze backen – das geht doch gar nicht. Stimmt. Der Bis­kuit­bo­den war auch (eini­ger­ma­ßen) nach Rezept geba­cken. Was oben drauf kommt, ist aber eigent­lich egal – Haupt­sa­che es schmeckt. 

Da kei­ne Hei­del­bee­ren aus Slo­we­ni­en mehr in der Tief­kühl­tru­he waren, muss­te ich also impro­vi­sie­ren. Und auch beim Bis­kuit muss­te etwas Panier­mehl den Teig andi­cken, weil ein­fach nicht mehr genü­gend Mehl im Vor­rats­schrank war. Das kann ich nicht unbe­dingt wei­ter­emp­feh­len, da der Bis­kuit so etwas an Fluffig­keit ein­ge­büßt hat, aber lei­der hat­te ich erst zu spät gese­hen, das auch noch gemah­le­ne Man­deln da gewe­sen wären. Das wäre grund­sätz­lich ein bes­se­rer Ersatz fürs Mehl gewe­sen. Bis­kuit­bö­den kann man übri­gens her­vor­ra­gend auf Vor­rat backen und einfrieren.

Zutaten für den Frei-Schnauze-Biskuit:

Boden (Springform 26 cm)

Via conny60/kochbar.de

  • 4 Eier
  • 4 EL hei­ßes Wasser
  • 175 g Zucker
  • 1 Päck­chen Vanillezucker
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Pudding

  • 500 ml Milch
  • 4 EL Zucker
  • 1 Päck­chen Puddingpulver

Wird nicht kom­plett benö­tigt, der Rest kann so weg­schna­bu­liert werden.

Apfelkompott

  • 3 Äpfel
  • 1/2 Zitro­ne
  • 1 Päck­chen Vanillezucker
  • Zimt
  • Was­ser

Sahne

  • 1 1/2 Becher Sahne
  • 1 Päck­chen Vanillezucker
  • ggf. Sah­nesteif

Krokant

  • gehack­te Mandeln
  • But­ter
  • Zucker
  • Was­ser
  1. Back­ofen vor­hei­zen auf 180 °C (Ober-/Un­ter­hit­ze). 26 cm Spring­form fet­ten und mehlen.
  2. Eier, Zucker, Vanil­le­zu­cker und hei­ßes Was­ser auf­schla­gen. Mehl und Back­pul­ver mischen und por­ti­os­wei­se zuge­ben. In die Spring­form damit und ab in den Ofen. Nach 20 Minu­ten Gar­pro­be machen (manch­mal dau­ert es län­ger, bis der Kuchen durch ist).
  3. Den Pud­ding nach Anlei­tung kochen. Noch ein­fa­cher geht es in der Mikro­wel­le: Zuerst das Pul­ver mit einer klei­nen Men­ge Milch mit dem Schnee­be­sen anrüh­ren, dann die rest­li­che Milch dazu geben. Ca. 2 Minu­ten bei 600 – 900 Watt in die Mikro­wel­le. Umrüh­ren und ggf. noch ein­mal eine Minu­te in die Mikro­wel­le. So lan­ge wie­der­ho­len, bis der Pud­ding fes­ter wird. Der Vor­teil: Die Milch kann nicht über­ko­chen, es gibt kei­ne Klümp­chen. Ich hät­te eigent­lich Vanil­le­pud­ding ver­wen­den wol­len, wir hat­ten aber nur Scho­ko­la­de da. Pud­ding noch warm auf den Boden geben. Ich hab ca. 2/3 der Men­ge benutzt.
  4. Die Äpfel schä­len, ent­ker­nen und ach­teln. Mit einer klei­nen Men­ge Was­ser kochen. Wäh­rend­des­sen Zitro­nen­saft aus der Zitro­ne, Vanil­le­zu­cker und Zimt nach Belie­ben dazu geben. Apfel zer­drü­cken, wenn sie weich genug sind. Ich hab extra Stü­cke übrig gelas­sen, man könn­te es aber auch zu Muß pürie­ren. Das Gan­ze dann oben auf den Pud­ding geben.
  5. Sah­ne schla­gen. Ich habe etwas Gela­ti­ne dazu gege­ben, weil ich kein Sah­nesteif hat­te und es ger­ne etwas fes­ter woll­te. Im Nach­hin­ein hät­te ich das aber nicht gebraucht und wür­de es weg­las­sen. Auf den Kuchen geben, sobald die Äpfel ordent­lich abge­kühlt sind.
  6. Für den Man­del­kro­kant But­ter in einer Pfan­ne zer­ge­hen las­sen. Etwas Was­ser und Zucker dazu­ge­ben und kara­mel­li­sie­ren las­sen. Anschlie­ßend die Man­deln dazu geben und etwas rös­ten und durch­zie­hen las­sen. Ach­tung, Pfan­ne nicht zu heiß las­sen, damit nichts anbrennt. Auf der Sah­ne ver­tei­len. Anschlie­ßen noch ein biss­chen Zimt drü­ber streuen.

Der Kuchen schmeckt am bes­ten, wenn er eini­ge Stun­den im Kühl­schrank geruht hat. Ich fand das Ver­hält­nis von Boden zu Belag nicht ide­al, aber sonst fand ich ihn erstaun­lich lecker. 

Bis­kuit­bo­den mit Scho­ko­la­den­pud­ding, Apfel­kom­pott, Sah­ne und Mandelkrokant

[SingleSonntag 011] O.K. – Okay!

The pre­si­dent of the United Sta­tes. Das war 1988 Ronald Rea­gan. Wie der so war, das kann ich nicht sagen. Aber höchst­wahr­schein­lich bes­ser in jeder Bezie­hung als die oran­ge­ne Kata­stro­phe im wei­ßen Haus. Und Ker­mit, der alte Fuß­fe­ti­schist, war auf der gan­zen Welt zu hören. Sam­pling war das Zau­ber­wort. Schön digi­tal, schön alles aus dem Zeit­ge­sche­hen in den Song rein­drü­cken. Das war wohl die Idee 🙂

Damals, in den wil­den 80ern, war das Sam­meln von Sam­ples halt nicht so eine easy-peasy Num­mer wie heu­te. Für die Sin­gle hat­te die Band 2 (!) Jah­re nach Sprach­schnipp­seln gesucht und ges­am­pled. Ver­rückt.… Aber es traf mehr als den Zeit­geist. Denn laut Wiki­pe­dia heißt es:
Okay! war fünf Wochen lang auf Platz 2, neun Wochen in den Top 10, und 22 Wochen in den Top 100. Und hat so illus­tre Mit­strei­ter wie Mil­li Vanil­li und Ofra Haza auf Abstand gehal­ten! Gold hat die Schei­be auch noch bekom­men, was damals wohl sowas wie über 250.000 ver­kauf­te Sin­gles hiess. Zah­len, wovon wir Elek­tronik­mu­si­ker heu­te nicht zu träu­men wagen!

Die B‑Seite ist eine genaue Kopie der A‑Seite, nur das 95 % der Sprach-Sam­ples feh­len. Was den Song für mich (Mar­tin) um 1000 Mal erträg­li­cher macht und dem­entspre­chend mei­ne Bewer­tung nach oben brach­te. Aber nicht einer extra Bewer­tung wert wäre. Soviel mal vor­weg: Fran­zis­ka hat ganz schön rum­ge­rührt mit den Armen ab der Sekun­de, wo der dicke Beat einsetzte!

Seite A: O.K. – Okay (Mixed Media Edit)

Max sagt: Weiß ich nicht.

★★★★☆

Mar­tin sagt: Ich mag sinn­los anein­an­der gereih­te Sam­ple­ti­ra­den ein­fach nicht. Dar­an hab ich mich 1992 satt­ge­hört, als ich den Pro­tra­cker auf dem Ami­ga für mich ent­deck­te. Da war es noch etwas beson­de­res, so ech­te Sam­ples zu haben in der Kis­te. Vor allem gab es das welt­be­kann­te Ker­mit-Sam­ple auf einer der ST-01-ST-06 Dis­ket­ten. Mega war das! Aber es nervt halt auch wirk­lich sehr, sehr schnell. Erschwe­rend hin­zu kommt noch der schlim­me Zustand, dass für die Erstel­lung die­ses Mach­werks nicht nur ein Ata­ri genutzt wur­de.… Das war wohl damals en vogue. Aber das auch noch hin­ten auf dem Cover zu bewer­ben?! Ist mir unver­ständ­lich. Amigaaaaaaaah!
Wie auch immer: der Vocal Part ist mega, eine der vie­len will­kür­li­chen Main­Mel­los ist echt fet­zig. Der Groo­ve ist mega, und so gebe ich – vor allem wegen der „Instru­men­tal” B – Sei­te gut gemein­te (denn nur für die A‑Seite gäbe es einen Stern weni­ger, locker!)

★★★☆☆

Miri­am sagt: Zuge­ge­ben: Ich fühl­te mich zunächst erin­nert an die gro­ße künst­le­ri­sche Schaf­fens­pha­se des Ross Gel­ler. Aber irgend­wie ist es dann auch wie­der fet­zig, trotz des schein­bar will­kür­li­chen Sam­ple-Gebal­lers. Der „Refrain”, wenn man ihn denn so nen­nen kann, ist toll und ich ver­ste­he, dass es damals ein Hit war, als das alles neu und beson­ders war. Heu­te klappt das aber nicht mehr so gut.

★★★☆☆

#horrorctober 2018

Da es hier zum #horrorc­to­ber in die­sem Jahr rein gar nichts zu lesen gab, könn­te man mei­nen, dass wir gar nicht mit­ge­macht haben. Stimmt aber nicht so ganz. Als frisch­ge­ba­cke­ne Eltern und selbst und stän­dig und dau­er­ge­stresst ist es in die­sem Jahr aller­dings eine deut­lich abge­speck­te Light-Ver­si­on des #horrorc­to­ber geworden.

Keine Zeit für 13 Filme

So sehr wir auch als Nicht-Hor­ror-Fans Spaß im letz­ten Jahr hat­ten: Für 13 Fil­me hat es ein­fach nicht gereicht. Ich habe zwar auch noch zusätz­lich einen wei­te­ren Hor­ror­film auf dem Han­dy wäh­rend des Stillens/der Schlaf­be­glei­tung geschaut, aber das rich­ti­ge Fee­ling kommt dabei ein­fach nicht auf. Des­we­gen haben wir die Regeln kur­zer­hand auf unse­re Lebens­um­stän­de ange­passt. Daher wur­den aus 13 Fil­men kur­zer­hand 1 + 3 Fil­me. Und zwar ein­mal modern und wirk­lich gru­se­lig und drei­mal super old­school Retro­zeug – und größ­ten­teils so gar nicht gru­se­lig. Viel­leicht klappt es nächs­tes Jahr besser.

Unsere Filme im #horrorctober 2018

Da es in die­sem Jahr nicht so viel war, kom­men daher jetzt alle unse­re Kom­men­ta­re zu den Fil­men in einem Post. Wie gewohnt wie­der kein Anspruch an Objek­ti­vi­tät und Rezen­sio­nen kann man das auch nicht nen­nen. Stern­chen gibt es zwi­schen einem und fünf.

Angriff der Killertomaten (1978)

Die aku­te Bedro­hung: Toma­ten. Sie rol­len über die Stra­ße und fal­len die Men­schen an.

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Mar­tin sagt: Tjaaa. Was soll ich hier­zu sagen? Ehr­lich gesagt: ich ken­ne „Angriff der Kil­ler­to­ma­ten” aus den Fern­seh­zei­tun­gen der frü­hen 90er. Man ris­kier­te zum ers­ten Mal den Blick in das Nacht­pro­gramm von RTL eins. Und woll­te natür­lich schau­en, wann denn Ema­nu­el­le wie­der kommt. Oft aber gab es halt die­ses Mach­werk. Und EIGENTLICH müss­te ich ihn lie­ben. Ein­fach der sel­be Humor wie „Die nack­te Kano­ne” sowie „Ken­tu­cky Fried Movie” und Kon­sor­ten. Mega flach, mega ulk­nu­de­lig. Mei­ne Lieb­lings­sze­ne: als die Bespre­chung aller Betei­lig­ten anbe­raumt wird. Ganz, ganz gro­ßes Kino! Der von Miri­am ange­deu­te­te Hit­ler­witz ist auch mega, genau wie das Vor­ge­hen des Ver­klei­dungs­ex­per­ten bei den Kil­ler­to­ma­ten sel­ber. Sound­tech­nisch bie­tet der Film halt zu erwar­ten­de Kost für die­se Zeit 🙂
Trotz­dem: in der Rei­he des Hor­rok­to­bers kann hier nur nach unten abrun­den und gebe:

★★★☆☆

Miri­am sagt: Star­ten wir doch mal leicht mit einer Hor­ror­ko­mö­die. Ich woll­te den Film schon ewig sehen. Bis­her kann­te ich nur den Titel­song, und der kann was. Als Fan von Hits wie „Die nack­te Kano­ne” und „Top Secret” war ich auch, was den Humor angeht, auf das Schlimms­te gefasst – und wur­de nicht ent­täuscht. Klar, mit Hor­ror hat das Gan­ze wirk­lich wenig zu tun. Aber ich habe mich köst­lich amü­siert. Am meis­ten gelacht habe ich sogar über den Hit­ler-Witz, obwohl ich da eigent­lich nicht wirk­lich Spaß ver­ste­he. Ganz gro­ßer Quatsch mit Tomatensoße! 

★★★★☆  

 


 

Das Relikt (1997)

Ein Anthro­po­lo­ge wird auf einer Dschun­gel-Expe­di­ti­on Zeu­ge einer Dämo­nen-Beschwö­rung. Das Schiff, auf dem Fund­stü­cke die­ser Expe­di­ti­on ans Muse­um in Chi­ca­go ver­schifft wur­den, ist über­säht von Lei­chen. Und auch im Muse­um selbst fin­det ein Mord statt. Der aber­gläu­bi­sche (!) FBI-Agent und die Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gin tun sich zusam­men und sind da einer gro­ßen, fie­sen Sache auf der Spur.

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Mar­tin sagt: Ich bin schuld. Habe ein paar LDs raus­ge­sucht für die Hor­ror­run­de. Und hat­te né Men­ge Zom­bie-Krem­pel gefun­den. Aber dann auch die­ses Hor­ror-Thril­ler. Vom Cover her hab ich gedacht: joa, könn­te was sein. Dann kurz den Cover­text über­flo­gen: joa, klingt sogar gut!
Aber dann begann „der Hor­ror”. Das „Grau­en”. Und zwar: die Sto­ry­line in einer plum­pen Aus­ar­bei­tung, die im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes zum Schrei­en ist. Maaa­an ey. Als die Hälf­te rum war dach­te ich: scha­de um ver­schwen­de­te Zeit. Und es wur­de auch nicht bes­ser. Ist so däm­lich wenn man ALLES schon von Anfang an weiss. Eine LD, die NIE WIEDER den Weg in den Play­er fin­den wird. Lei­der taugt „Das Relikt” noch nicht mal zum Schle­faz 🙁 Da stösst selbst Alko­hol an sei­ne Grenzen. 

★☆☆☆☆

Miri­am sagt: Wenn ich mir so die Bewer­tun­gen ande­rer Men­schen anschaue, fra­ge ich mich wirk­lich, ob wir den sel­ben Film gese­hen haben. Ich ken­ne die Roman­vor­la­ge nicht und hat­te eigent­lich auch kei­ne Vor­be­hal­te, obwohl ich dun­kel in Erin­ne­rung hat­te, dass „Das Relikt” frü­her dau­ernd nachts auf RTL2 lief. Was mich am Anfang am meis­ten stör­te, war die plum­pe Ein­füh­rung der Haupt­per­so­nen. „Oh, hof­fent­lich war das kei­ne schwar­ze Kat­ze!” Aha, der FBI-Agent ist also aber­gläu­bisch. „Schö­nen guten Tag, ich bin hier die Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gin!” Aha, das ist also die Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gin. Was dann folgt, ist in mei­nen Augen auch kein biss­chen span­nend gewe­sen. Viel­leicht hat der Film mich auf dem fal­schen Fuß erwischt, aber ich war froh, als er vor­bei war. Sicher nicht so schlimm wie „Woo­doo” im letz­ten Jahr, aber defi­ni­tiv die Gur­ke der Saison.

★☆☆☆☆


 

Dracula (1931)

Graf Dra­cu­la erwirbt mit­hil­fe des Immo­bi­li­en­mak­lers Ren­field ein Anwe­sen in Lon­don. Bevor er mit ihm dort­hin auf­bricht, ver­wan­delt er ihn noch schnell in einen Vam­pir. In Lon­don ange­kom­men, beißt er sich dort durch die High Socie­ty und trifft schließ­lich auf Dr. Van Helsing.

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Mar­tin sagt: Ich mag schwarz-weiss Fil­me. Sehr sogar. Die­se eher naï­ve Art hat was. Und dann ist das hier noch ein Klas­si­ker! Aber ich sel­ber war nicht so ganz über­zeugt. Als Adap­ti­on des Thea­ter­stücks (beson­ders wohl dem Pro­duk­ti­ons­jahr geschul­det) funk­tio­niert es schon. Alles etwas höl­zern (beson­ders der Pflock) ist mir beson­ders die beschei­de­ne Beto­nung des Wor­tes VAM­pir hän­gen geblie­ben. Aaaargh!
Muss­te Miri­am mehr­mals fra­gen was die lan­gen Tota­len von Lugo­si soll­ten. Es scheint ein biss­chen das rum­hyp­no­ti­sie­ren des Herrn Gra­fen zu sein. Naja. Abge­hakt, zum Glück recht kurz. Des­halb eher aufgerundete: 

★★★☆☆

Miri­am sagt: Hm. Das ist also die­ser berühm­te Bela Lugo­si in sei­ner Para­de­rol­le. Ich ken­ne ihn bis­her eigent­lich nur aus „Plan 9 from Outer Space” – also aus den Sze­nen, in denen er nicht von dem Chi­ro­prak­ti­ker von Ed Woods Frau gedou­belt wird. Ja, wir haben hier einen Kult­strei­fen vor uns. Aber – auch ja – sein Alter merkt man ihm deut­lich an. Gru­se­lig ist das Gan­ze lei­der über­haupt nicht und an vie­len Stel­len lei­der auch unfrei­wil­lig komisch. 

★★★☆☆

 


 

Verónica (2017)

Wäh­rend einer Son­nen­fins­ter­nis führt die 15-jäh­ri­ge Ver­ó­ni­ca mit zwei Freun­din­nen eine Séan­ce durch, weil sie mit ihrem kürz­lich ver­stor­be­nen Vater spre­chen möch­te. Doch der Geist, den sie ange­ru­fen haben, lässt nicht von Ver­ó­ni­ca ab und hat kei­ne guten Absichten.

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Mar­tin sagt: Gepfleg­ter Hor­ror, der viel im Kopf statt­fin­det, aber auch lecke­re Effek­te zeigt. Über­sinn­li­che Phä­no­me­ne, jugend­li­che, die sich mit dem Über­na­tür­li­chen ein­las­sen. Eigent­lioch müss­te man da gäh­nen. Aber! Es sind nicht die­se typi­schen, ame­ri­ka­ni­schen Knö­del­tee­nies. Die hier ner­ven nicht. Ver­ó­ni­ca ist eine her­an­wach­sen­de, die ihren Vater ver­lo­ren hat und sich die gan­ze Zeit haupt­säch­lich um ihre klei­nen Geschwis­ter küm­mern muss, da die Mut­ter allei­ne für das Geld auf­kom­men muss. Und sie ist erstaun­lich erwach­sen. Sie ist eben NICHT besof­fen und ver­sucht mit ihren Freun­den quatsch zu machen. Und umso mehr beängs­ti­gend ist, wie sie lang­sam in den Stru­del der Ereig­nis­se gezo­gen wird. Beson­ders gru­se­lig: die blin­de Non­ne aus der Schu­le! Schon ganz ordent­lich, die­ser Film!

★★★★☆

Miri­am sagt: Auf „Ver­ó­ni­ca” hab ich mich schon gefreut, als er auf Net­flix raus­ge­kom­men ist und der Hype laut wur­de, dass es sich dabei um den gru­se­ligs­ten Hor­ror­film aller Zei­ten han­deln soll. So viel vor­weg: Ist er nicht. Aber: „Véro­ni­ca” ist so ein Gru­sel­film, wie ich ihn mag. Über­sinn­lich, ein paar Schock­mo­men­te, aber nicht über­mä­ßig eke­lig. Ein mikro­sko­pisch klei­nes Detail, das mich sehr geär­gert hat: Das Gan­ze spielt 1991, aber die Mut­ter gibt den Kin­dern ein paar Euro zum Ein­kau­fen. Wer hat denn da nicht auf­ge­passt? Trotz allem mein Favo­rit der dies­jäh­ri­gen Run­de und daher mit einem zuge­knif­fe­nen Auge: 

★★★★★

Winzigkleine Statistik zum #horrorctober 2018

Ins­ge­samt hat Mar­tin 11 und ich habe 13 Ster­ne ver­ge­ben. Das ent­spricht einer durch­schnitt­li­chen Bewer­tung von 3 Ster­nen. Damit lie­gen wir 0,5 Ster­ne unter dem Schnitt vom letz­ten Jahr (und das obwohl ich so extrem nett bewer­tet hab). Am bes­ten abge­schnit­ten hat „Ver­ó­ni­ca” (mit 4,5 Ster­nen). Ein­stim­mig am schlech­tes­ten bewer­tet haben wir „Das Relikt” mit einem Stern.

Der ältes­te Film den wir sahen, war von 1931 („Dra­cu­la”) und der jüngs­te von 2017 („Ver­ó­ni­ca”).

30er
70er
90er
10er

Die meis­ten Fil­me haben wir auf DVD (2 Stück) ange­schaut. Die ande­ren kamen von LD bzw. Netflix.

Ausblick aufs nächste Jahr

Wird es einen #horrorc­to­ber 2019 geben? Ich den­ke ja. Ob es wie­der die Light-Ver­si­on wird, oder ob wir doch noch ein­mal all in gehen, wird sich dann zei­gen. Aber eigent­lich macht es zu viel Spaß, als das wir es blei­ben las­sen soll­ten. Außer­dem sind die Rega­le noch voll von unge­se­he­nen Hor­ror-Fil­men, vor allem auf Laserdisc.