Film & Kino, Retro
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Unsere #horrorctober Filme 2017 — Teil 3 — Finale!

Unglaublich, aber wahr! Wir haben es tat­säch­lich geschafft, den #hor­rorc­to­ber erfol­gre­ich zu been­den. Und sind dabei sog­ar übers Ziel hin­aus geschossen. Für die let­zte Woche des Monats standen noch 5 Filme an und in unserem Enthu­si­as­mus — und weil wir bei­de ein biss­chen blöd und ver­peilt sind — haben wir tat­säch­lich noch 6 Stück geschaut.

Ein kleines Faz­it von mir: Hor­ror­filme wer­den nach wie vor nicht mein Lieblings­genre. Aber ich finde es erstaunlich, was für eine Band­bre­ite wir abgedeckt haben. Ein biss­chen Splat­ter, ein biss­chen Exploita­tion und Rape-and-Revenge, Klas­sik­er, Fan­ta­sy, Thriller, ein Hor­ror-Musi­cal und sog­ar einen Kinder­film, der eigentlich nur für die ganz Kleinen Hor­ror ist. Und ich muss sagen: Die meis­ten Filme haben mich pos­i­tiv über­rascht und waren bess­er als erwartet — oder auch bess­er als beim ersten Anse­hen.

Ob wir den #hor­rorc­to­ber näch­stes Jahr wieder mit­machen, wis­sen wir noch nicht. Beim #japan­uary sind wir wegen der Ankun­ft unser­er Tochter wahrschein­lich auch raus. Aber egal. Es fühlt sich ganz gut an, mal ein spaßiges Hob­bypro­jekt zu Ende gebracht zu haben.

Wer sich nur für das Gewinn­spiel inter­essiert, muss ganz nach unten scrollen oder das Inhaltsverze­ich­nis bemühen.

Die finalen Filme

Die Nacht der lebenden Toten (1968)

Gese­hen am 13. Okto­ber auf DVD. Par­tieller Rewatch für Mar­tin.

Im ersten Teil der Zom­bie-Rei­he von George A. Romero ver­bar­rikadieren sich mehrere Men­schen auf der Flucht vor Untoten zufäl­lig im sel­ben Haus. Sie ver­suchen zu fliehen und sich vor den Zom­bies in Sicher­heit zu brin­gen.

Mar­tin sagt: Ein­er der weni­gen Hor­ror­filme, die ich schon mal in Ansätzen “in meinem früheren Leben” gese­hen habe. Der lief mal auf Arte im Hin­ter­grund beim Musik pro­duzieren. Ab einem gewis­sen Punkt hat­te er meine Aufmerk­samkeit und ich war so sehr gefes­selt, dass ich mir kurz darauf die DVD kaufen musste. Dieser Film hat mich aus der ganzen Hor­rok­to­ber­rei­he am meis­ten gepackt. An dem Abend musste ich einen Fre­und vom Flughafen abholen, und bin mit Bek­lem­mungen ins Auto gestiegen. Natür­lich weiß ich, dass an heuti­gen Maßstäben gemessen wed­er die schaus­pielerische Leis­tung noch die Sto­ry irgendwen hin­ter dem Ofen her­lock­en. Für mich allerd­ings echter Hor­ror.

★★★★★  

Miri­am sagt: Der einzige Schwarzweiß­film in unser­er Rei­he. Und ich denke, das hat ein biss­chen was für die Stim­mung getan. Über­raschend schnell und clever waren diese Zom­bies. Und sahen auch nicht so verz­er­rt und ver­fault aus, wie sie das heutzu­tage meis­tens tun. Ins­ge­samt war die Atmo­sphäre des Films sehr bedrück­end. Am meis­ten gen­ervt hat mich das Ende, aber eigentlich glaube ich fast, dass er so aus­ge­hen musste und auch deshalb so gut war. Das klingt ver­wirrend, aber ich will natür­lich auch nicht spoilen. Daher: anse­hen!

★★★★★  

 


 

Hellraiser (1987)

Gese­hen am 28. Okto­ber auf Laserdisc.

Lar­ry und seine Frau Julia ziehen in das Haus ein, in dem zuvor Lar­rys Brud­er Frank gewohnt hat. Was Lar­ry nicht weiß: Mit­tels eines mys­ter­iösen Wür­fels ist Frank in eine andere, höl­lis­che Dimen­sion ger­at­en. Als Lar­ry sich ver­let­zt und sein Blut auf den Dachbo­den tropft, mate­ri­al­isiert sich Frank teil­weise wieder. Er ver­sucht Julia dazu zu überre­den, ihm mehr Blut zu brin­gen, damit sein Kör­p­er wieder voll­ständig wird. Julia, die mit Frank eine Affäre hat­te, ist geneigt, ihm zu helfen.

Mar­tin sagt: Wer ken­nt ihn nicht? Pin­head! Auch auf­grund mein­er Hard­coretech­no-Affinität ein bekan­ntes Sym­bol für das Böse. Aber ich hat­te noch nicht mal die Idee, worum es denn da so geht. Also schnell die LD angeschmis­sen und nach der Eröff­nungsse­quenz in beschei­den­er Bildqual­ität einen sehr unter­halt­samen, stel­len­weise sehr lustig-unter­halt­samen aber auch 80er plaka­tiv ekli­gen Film bewun­dert. Auf­grund der Epoche, wo er gemacht wurde, empfinde ich ihn auch nicht wirk­lich als gruselig. Aber absolute Hochachtung an die Masken­bild­ner!
Ich habe jet­zt nicht wirk­lich viel erwartet. Aber dieser Film hat mich erstaunlich gut unter­hal­ten. Die nicht spär­lich einge­set­zten Effek­te sind bil­lig, aber auch irgend­wie wieder sehr 80er und fet­zig. Genau wie die Sto­ry eigentlich. Werde mir auf jeden Fall noch Teil 2 und 3 dieser Rei­he antun — natür­lich wieder von Laserdisc!

★★★★☆

Miri­am sagt: Mit Abstand DER Film mit dem besten Alter­na­tivti­tel. Zumin­d­est wenn man Wikipedia Glauben schenken darf, schlug eine Mitar­bei­t­erin als Titel “What a Woman Will Do for a Good Fuck” vor. Hätte auch gepasst!
Pin­head hat sicher­lich jed­er schon mal gese­hen. Dass er eine ver­hält­nis­mäßig kleine Rolle im Film hat, meine ich zwar im Vor­feld schon ein­mal gehört zu haben. Dass sie dann doch SO KLEIN aus­ge­fall­en ist, hat den­noch ver­wun­dert. Der Film war über­raschend unter­halt­sam. Und längst nicht so bru­tal wie man es von einem ehe­mals indizierten Film erwarten kön­nte. Das 80er-Feel­ing hat mir jeden­falls gut gefall­en. Von Regis­seur Clive Bark­er hab ich mal ver­sucht ein Buch zu lesen, aber nach weni­gen Seit­en war mir das schon zu abar­tig und ich hab es wieder zugemacht. Die Angst muss man bei dem Film eher nicht haben.

★★★★☆


 

Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Gese­hen am 28. Okto­ber auf DVD. Rewatch für Miri­am.

Die Creeds ziehen in ein Haus, dass an ein­er viel­be­fahre­nen Straße liegt. Ihr Nach­bar Jud warnt davor, dass dort viele Tiere über­fahren wer­den und zeigt ihnen den nahegele­ge­nen Tier­fried­hof. Eines Tages passiert es lei­der und Church, der Kater der Creeds, wird über­fahren. Jud zeigt Fam­i­lien­vater Louis jedoch eine abgele­gene alte indi­an­is­che Begräb­nis­stätte, wo er den Kater ver­graben soll. Am näch­sten Tag ste­ht dieser plöt­zlich wieder putz­munter vor der Haustür. Allerd­ings hat sich sein Wesen sehr verän­dert, er ist aggres­siv und riecht pen­e­trant nach Erde.

Mar­tin sagt: Ich bin wahrschein­lich ein­er der weni­gen meines Jahrgangs, die diesen Film nicht in ihrer Jugend gese­hen haben. Fried­hof der Kuscheltiere — das musste man mit Pulp Fic­tion zusam­men gese­hen haben. Da mir erster­er damals im zarten Alter von 13 allerd­ings gar nicht gefall­en hat, hab ich auch Stephen Kings Gruselschock­er nicht gese­hen. Aber ähn­lich wie bei Hell­rais­er bin ich pos­i­tiv über­rascht: der Film hat mich sehr gut unter­hal­ten. Eine sehr gute Bal­ance aus Sto­ry, Charak­teren, Ver­mu­tun­gen, bissl Mys­tik und End-80er Charme. Wer­mut­stropfen bleiben die Szenen mit dem Kind sowie über­haupt die Kinder­syn­chro. Aber da kann man drüber hin­wegse­hen. Hat sich doch sehr gelohnt!

★★★★☆

Miri­am sagt: Als ich den Film vor eini­gen Jahren sah, war ich eine der weni­gen, die dem Film eine eher schlechte Rezen­sion in der ofdb ver­passt hat. Ich hat­te damals unmit­tel­bar zuvor das Buch gele­sen. Ja, man soll Buch und Film nicht allzu sehr miteinan­der ver­gle­ichen. Aber zwei, drei wesentliche Punk­te störten mich an der Ver­fil­mung so sehr, dass ich den Film ins­ge­samt als nicht gelun­gen emp­fand. Der erste Gang zum Indi­an­er­fried­hof zieht sich, während der zweite, inklu­sive der vorheri­gen Aus­grabung, ein regel­rechter Spazier­gang bei Tages­licht ist. Der “Wendi­go”, den ich aus dem Buch als sehr bedrohlich in Erin­nerung habe, taucht im Film besten­falls als Wind­hauch auf. Gage, der Sohn der Fam­i­lie ist lei­der völ­lig lächer­lich insze­niert, was aber vor allem an der mis­er­ablen Syn­chro liegt (und ja, auch der Anruf ist mega unpassend).
Trotz allem Gemeckere, das ich nach wie vor für zutr­e­f­fend halte, ist der Film Jahre später bess­er als in mein­er Erin­nerung. Mehr Sterne gibt es aber trotz­dem nicht.

★★★☆☆

 


 

Hexen hexen (1990)

Gese­hen am 29. Okto­ber auf DVD. Rewatch für Miri­am.

Nach­dem seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kom­men, wächst der kleine Luke bei sein­er Oma auf. Diese ist Exper­tin für Hex­en und warnt Luke vor, woran er sie erken­nt. Denn Hex­en has­sen Kinder und Luke soll sich ja vor ihnen hüten. Zufäl­lig find­et in dem Hotel, in dem Luke und seine Oma Urlaub machen, ein Hex­enkongress statt, auf dem die Ober­hexe für alle anderen Hex­en ein Mit­tel bere­i­thält, mit dem Kinder in Mäuse ver­wan­delt wer­den kön­nen. Unglück­licher­weise ist Luke zur falschen Zeit am falschen Ort.

Mar­tin sagt: Ein Film, von dem ich nichts gehört hat­te. Eigentlich vielle­icht nicht unbe­d­ingt Hor­ror. Aber nach den bei­den 80er Schinken zuvor und den The­men Zom­bies, Höl­len­vertreter und Psy­chopat­en war das The­ma Hex­en doch eine gelun­gene Abwech­slung. Also “echte Hex­en”. Nicht so wie die Fake-Hex­en aus “Mark of the dev­il” :p
Und hier kommt der Aspekt Hor­ror dann doch ein wenig durch. Als ich die Hex­en gese­hen hat­te bei der ersten Ver­samm­lung ver­schlug es mir die Sprache. Die Masken­bild­ner von Jim Hen­son haben wirk­lich einen mehr als fan­tastis­chen Job hin­gelegt! Alle Hex­en sehen aus wie die let­zten Krea­turen. Schreck­lich, authen­tisch, mit ein­er hefti­gen Geschichte verse­hen. Natür­lich ist es ein Kinder­film. Aber als Kind hätte ich mich wahrschein­lich verkrümelt bei eini­gen Szenen. Sehr beein­druckt hat mich die Trick­pup­pen­tech­nik der Mäuse. Schöne Geschichte und beein­druck­ende Kulis­sen und Masker­ade. Sehr sehenswert!

★★★★☆

Miri­am sagt: Ein Film aus der Kat­e­gorie “Trau­ma­tisierende Kinder­filme”. Denn “Hex­en hex­en” ist ab 6 Jahren freigegeben und als ich ihn zum ersten Mal sah, war ich wahrschein­lich auch nicht viel älter. Und was hat­te ich für Angst vor der fiesen Ober­hexe, als diese ihre Maske ablegt! Doch was will man erwarten von ein­er Roald Dahl-Ver­fil­mung? Das ist halt kein abgeschmirgel­ter Heititeiti-Kram. Als Erwach­sene hielt sich das Trau­ma jet­zt in Gren­zen, es ist vielmehr eine fan­tastis­che Märchengeschichte, die vor allem ein paar Bonus­punk­te für die tollen Masken bekommt.

★★★★☆  

 


 

The Cell (2000)

Gese­hen am 31. Okto­ber auf DVD. Rewatch für Miri­am.

Ein Serien­mörder geht um. Bis er nicht mehr geht. Er fällt ins Koma und das FBI weiß nicht, wie es an Infor­ma­tio­nen kom­men soll, um sein let­ztes Opfer vor dem sicheren Tod zu ret­ten. Da kommt die Psy­cholo­gin Cather­ine ins Spiel. Sie ist an ein­er exper­i­mentellen Ther­a­pieform beteiligt, bei der sie mit dem Unter­be­wusst­sein ihres Patien­ten ver­net­zt wird und diesen so in dessen Gedanken­welt “besuchen” und mit ihm kom­mu­nizieren kann. Cather­ine erk­lärt sich dazu bere­it, in die Gedanken­welt des per­versen Psy­chopa­then einzu­drin­gen um ihm zu ent­lock­en, wo er sein Opfer ver­steckt hält.

Mar­tin sagt: Dieser Film schafft das, was Silent Hill trotz besser­er CGI nicht schafft. Skur­rile Wel­ten, men­schliche Abgründe, ver­drehte Wahrnehmung, große Bilder — aber auch eine knack­ige Sto­ry. Keine wirk­lichen Län­gen, aber quälende Zeitlupe in den ver­wirren­den Träu­men und Wahrnehmungen eines Psy­chopa­then. Wie immer hab ich den Film nicht gese­hen, als er gehyped war. Aber ich empfinde ihn trotz der mit­tler­weile ver­al­teten Ani­ma­tion­stech­nik als sehr gut geal­tert. Auch sehr gute Hor­ro­raspek­te, obwohl sich das ganze eher nach einem Psy­cho-Thriller anfühlt. Sehr unter­halt­sam — aber nicht unbe­d­ingt ein Film, den ich nochmal sehen muss. Würde ihm eigentlich nur 3 Sterne geben wollen, weil ich ein­fach nicht nochmal Lust drauf habe. Aber das würde dem Ganzen ein­fach nicht gerecht wer­den. Deshalb:

★★★★☆

Miri­am sagt: Auch “The Cell” ist kein klas­sis­ch­er Hor­ror, son­dern eher ein Thriller. Und den­noch ist die Gedanken­welt des Psy­chopa­then extrem gespickt mit gruseli­gen, ver­stören­den Bildern. Ich hab den Film jet­zt zum 2. oder 3. Mal gese­hen und ich fand ihn wieder wirk­lich gut, aber irgen­det­was fehlt mir, um den Film richtig gut bew­erten zu kön­nen. Am meis­ten nervt mich wahrschein­lich, dass es nicht Cather­ine ist, die den Fall let­z­tendlich löst, obwohl sie die ganze “Arbeit” macht. Das ist let­z­tendlich aber jam­mern auf hohem Niveau. Der Film lohnt sich trotz­dem.

★★★☆☆

 


 

Nackt und zerfleischt / Cannibal Holocaust (1980)

Gese­hen am 31. Okto­ber auf Laserdisc. Par­tieller Rewatch für Miri­am.

Im Ama­zonas ist eine Gruppe von Doku­men­tarfilmern ver­schollen. Der Anthro­pologe Harold Mon­roe reist ihnen hin­ter­her und ver­sucht sie wiederzufind­en. Dort angekom­men trifft er auf ver­schiedene Einge­bore­nen­völk­er, die auch Men­schen­fleisch essen, sowie die Über­reste der Film­crew. Der wahre Hor­ror tut sich jedoch erst auf, als er wieder zu Hause angekom­men das Film­ma­te­r­i­al sichtet.  

{Klein­er Hin­weis: Wir sprechen in unseren Kom­mentaren bei­de von Tier­snuff. Damit nie­mand googeln muss: In dem Film wer­den vor laufend­er Kam­era Tiere getötet.}

Mar­tin sagt: Viele Mythen ranken sich um dieses Mach­w­erk. Die Laserdisc ist schon lange in meinem Besitz und ist auch beim Label Astro in der soge­nan­nten “Schwarzen Serie” erschienen. Miri­am erzählte mir sog­ar, dass sie beim ersten Anschauen vor Jahren sog­ar abge­brochen hat­te. Dazu kam noch die eher maue Erfahrung mit Woodoo und eigentlich die Ansage, dass wir keinen weit­eren Zom­biefilm auf ein­er Tropenin­sel schauen woll­ten. Auch nicht unbe­d­ingt einen dieser für diese Ära beze­ich­nen­den Italoschock­er. Also schob ich die LD mit einem mul­mi­gen Gefühl in den Play­er.

Doch jet­zt ist alles anders. Je länger ich drüber nach­denke, desto mehr hat mich dieser Film begeis­tert. Natür­lich ist die Analo­gie der mod­er­nen, zivil­isierten Welt zu den prim­i­tiv­en Urvölk­ern recht “ein­fach”. Der Ver­gle­ich der Unmen­schlichkeit der Sen­sa­tion­slust im Ver­gle­ich zur ange­blichen Unmen­schlichkeit­en der Buschbevölkerung etwas platt ger­at­en. Aber die Machart des Filmes ist sen­sa­tionell unkon­ven­tionell. Man erlebt die Grausamkeit­en qua­si als Doku­men­ta­tion, schön zeit­ver­set­zt. Der Hor­ror sind nicht die men­schen­fressenden Kan­ni­balen. Son­dern die Ein­drin­glinge aus der Zivil­i­sa­tion. Den Tier­snuff in dem Film brauche ich nicht unbe­d­ingt. Vor allem die Schild­kröten­szene finde ich mehr als eine Spur zu lang. Aber kein Grund, den Film nicht nochmal zu sehen. Ich bin wirk­lich pos­i­tiv über­rascht.

★★★★☆

Miri­am sagt: “Nackt und zer­hackt”, wie wir ihn gerne scherzhaft nen­nen, ist bis dato der erste Film gewe­sen, den ich abge­brochen habe, weil er mir zu abar­tig war. Ich bin damals, vor über 10 Jahren nicht über die “Schild­kröten­szene” hin­aus gekom­men. Und auch jet­zt beim Rewatch war ich nicht sich­er, ob ich den Film auf Teufel komm raus zu Ende sehen wollen würde. Jeden­falls stand meine Mei­n­ung von vorn­here­in fest: Ein Film, in dem echte Tier­snuff-Szenen ver­wen­det wer­den, kann nicht mehr als einen Stern bekom­men.

Lei­der, lei­der, wie das so ist mit vorge­fer­tigten Mei­n­un­gen: Ich muss das Ganze rev­i­dieren. Keine Frage: Tier­snuff generell ist über­flüs­sig und ger­ade wie das in dem Film teil­weise zele­bri­ert wird, ist das ekel­er­re­gend und abar­tig. Und den­noch war der Film in sein­er Gesamtheit kein Schlacht­spek­takel, son­dern über­raschend gesellschaft­skri­tisch. Ich gebe zu, dass ich ihn völ­lig unter­schätzt habe. Wahrschein­lich war damals noch nicht die richtige Zeit oder es lag ein­fach an der besseren Gesellschaft, aber im Grunde kann ich den Film dur­chaus weit­erempfehlen. Bis ich ihn mir noch ein­mal anse­he, dür­fen aber ruhig wieder 10 Jahre verge­hen.

★★★☆☆

Kleine Statistik zum #horrorctober 2017

Ins­ge­samt haben sowohl Mar­tin als auch ich 49 Sterne vergeben. Das entspricht ein­er durch­schnit­tlichen Bew­er­tung von 3,5 Ster­nen. Am besten abgeschnit­ten hat “Die Nacht der leben­den Toten” (glat­te 5 Sterne) dicht gefol­gt vom “Babadook” (4,5 Sterne). Am schlecht­esten bew­ertet haben wir “Woodoo” und “Silent Hill” mit durch­schnit­tlich 2 Ster­nen. Allerd­ings ist Mar­tin im Nach­hinein immer begeis­tert­er von “Woodoo”.

Der älteste Film den wir sahen, war von 1968 (“Die Nacht der leben­den Toten”) und der jüng­ste von 2014 (“Der Babadook”). Erstaunlicher­weise die am besten bew­erteten.

2 * 60er
3 * 70er
4 * 80er
2 * 90er
2 * 00er
1 * 10er

Die meis­ten Filme haben wir auf DVD (6 Stück) und auf Laserdisc (5 Stück) angeschaut.

Gewinnspiel!

Da wir unseren “Test­sieger” “Die Nacht der leben­den Toten” dop­pelt auf DVD haben, möcht­en wir einen ver­schenken. Vielle­icht für euren näch­sten #hor­rorc­to­ber? Dafür ein­fach hier oder bei Face­book einen Kom­men­tar hin­ter­lassen, was euer Liebling­shorror­film ist. Vielle­icht ist das eine Inspi­ra­tion für uns für näch­stes Jahr.

 

Kategorie: Film & Kino, Retro

von

Miriam

Ich bin gerne in diesem Internet unterwegs, spiele gerne Super Nintendo und Filme und Serien und den Martin schau ich mir auch gerne an. Affiliate-Links kennzeichne ich mit einem *.

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