Alle Artikel in: Film & Kino

3 Top250-Filme an 3 Tagen

Ich hab am Sonn­tag hier zum ers­ten Mal dar­über berich­tet, wie bei uns das #projekttop250 läuft. Ich weiß nicht, ob das allei­ne aus­schlag­ge­bend war, oder ob es die net­ten Respon­ses bei Face­book waren, aber irgend­wie hat uns das wie­der etwas mehr ange­fixt. Erleich­ternd kam hin­zu, dass gleich zwei Top250-Fil­­me im Fern­se­hen ohne Wer­bung (!) auf Arte lie­fen, die wir nicht in unse­rer Samm­lung und auch nicht unbe­dingt auf dem Wunsch­zet­tel haben. Am Sonn­tag gleich nach dem Pos­ting ging es los mit „Ver­ti­go — Aus dem Reich der Toten”. Aktu­ell Platz #74, bei uns noch #54. Die­ser Hit­ch­­cock-Film war 1958 nicht gera­de das, was man einen Kas­sen­schla­ger nennt und ist auch bei den Kri­ti­kern nicht beson­ders gut ange­kom­men. Der Film kam eigent­lich erst sehr spät zu Ruhm und Ehre und wur­de 2012 gar von einer Jury zum bes­ten Film aller Zei­ten gewählt. Der Platz in der Top250 ist auf jeden Fall ver­dient, sowohl tech­nisch als auch dra­ma­tur­gisch ist er — vor allem in Anbe­tracht sei­nes Alters — wirk­lich über­ra­schend und hoch­wer­tig. Den­noch muss ich zuge­ben, dass er mich nicht wahn­sin­nig gepackt hat und …

#projekttop250 — Aktueller Stand

Mar­tin und mich ver­bin­det unter ande­rem, dass wir ger­ne Fil­me anschau­en. Nicht umsonst hat er eine wahn­sin­nig gro­ße Laser­­disc- und ich eine gro­ße DVD-Sam­m­­lung. Irgend­wann hab ich mir dann mal über­legt, dass ich ger­ne die laut der Inter­net Movie Data­ba­se 250 bes­ten Fil­me aller Zei­ten anse­hen möch­te. Und der Mar­tin macht mit. Die Top250 schwankt, da sie aus den User-Bewer­­tun­­gen gebil­det wird; also hab ich vor eini­ger Zeit mal einen Stand fest gemacht, den wir seit­dem „abar­bei­ten” — wenn wir gera­de Zeit und Lust dazu haben. Es gibt ein Goog­le Doc, auf dem wir fest­hal­ten, wer wel­chen Film gese­hen hat und wo wir die Fil­me, die noch offen sind anschau­en kön­nen. Eini­ges haben wir näm­lich auf Laser­disc, DVD oder Video zu Hau­se oder kön­nen es uns auf Net­flix oder Ama­zon anse­hen. Ob die Stre­a­­ming-Diens­­te aktu­ell sind, kann ich aller­dings nicht garan­tie­ren, da das Pro­gramm hier häu­fi­ger mal wech­selt. Wer mal rein­schau­en will, wel­che Klas­si­ker wir noch so vor uns haben, kann das Goog­le Doc auf­ru­fen. https://​docs​.goog​le​.com/​d​o​c​u​m​e​n​t​/​d​/​1​X​p​y​s​_​F​w​h​R​O​—​B​f​B​g​I​4​J​T​q​q​M​M​n​O​x​h​—​2​o​k​v​Z​I​E​k​o​v​f​b​6​o​s​/​e​d​i​t​?​u​s​p​=​s​h​a​r​ing Eine Zeit lang im Win­ter haben wir eigent­lich nur Top250-Fil­­me und #schle­FaZ …

Weissblaue Geschichten: 01 — Der Kurpfuscher / Der Seemann / Der Kraftprotz

Der Kur­pfu­scher Hier spielt Bayr­ham­mer den Dorf­arzt, wel­cher fest­stellt, dass einem sei­ner Freun­de schwer zuge­setzt wird. Die­ser liegt ver­meint­lich im Ster­ben. Das da was faul ist merkt der nicht auf den Kopf gefal­le­ne Dok­tor aber sofort, als er auf den Hof des ster­ben­den Bau­ern kommt. Dort wird ihm gewahr, das die Bäue­rin ein Ver­hält­nis mit dem Knecht hat. Die kön­nen es kaum erwar­ten, das der Hof­be­sit­zer stirbt. Am Bes­ten durch die Fehl­be­hand­lung durch den angeb­li­chen Kur­pfu­scher und schlech­ten Arzt. Doch nicht mit dem Meis­ter Ed… Dok­tor Georg! Nicht bau­ern­schlau, son­dern mit einer pfif­fi­gen List bringt er die Wahr­heit ans Licht. Wirk­lich schön gemacht. Sehr Ur-Bay­­­risch. Sehr „rea­lis­tisch”. Hier zieht die Flos­kel „aus dem Leben” schon sehr. Die typi­schen, bai­ri­schen Höfe sind hier zu sehen — eine tol­le Sache. Zur Fol­ge: Titel: Der Kur­pfu­scher Län­ge: 16:30 Minu­ten Dok­tor: Gustl Bayr­ham­mer Bau­er: Fritz Straß­ner Bäue­rin: Lisa Fitz Gspu­si / Knecht: Anton Feicht­ner     Der See­mann Der Brief­trä­ger Han­nes, kurz vor der Ren­te, wird von Maria immer beson­ders gern gese­hen. Er bringt nicht nur gute Nach­rich­ten auf die Alm, son­dern auch gute …

DVD: Weißblaue Geschichten

Oha, oha. Mein Fai­ble für bay­ri­schen Humor ist ja soweit bekannt. Und mei­ne uner­klär­li­che Affi­ni­tät zum Bul­len von Tölz spielt da auch mit ein. Aber die Weiß­blau­en Geschich­ten sind ein Relikt aus mei­ner frü­hen Jugend — ohne das ich es aktiv wahr­ge­nom­men habe. In mei­nem gan­zen Leben sah ich eine ein­zi­ge Epi­so­de. Und jetzt gab es bei Ama­zon die kom­plet­te Serie auf DVD für unter 14 €. Na was solls, kann man ja mal pro­bie­ren — viel­leicht lernt man den gemei­nen Baju­va­ren an sich so bes­ser ken­nen. Weiß­blaue Geschich­ten auf DVD im Gro­ßen und Gan­zen Was soll ich sagen: bay­ri­scher Kitsch und Kli­schee vom Aller­feins­ten. Wer tief­grün­di­ges erwar­tet… Fehl­an­zei­ge 🙂 Hier han­delt es sich um sum­ma sum­ma­rum 69 in sich abge­schlos­se­ne Fol­gen. Alle mit dem aller­bes­ten Gustl Bayr­ham­mer. Der ewi­ge „Meis­ter Eder” spielt hier sehr char­mant in typisch 80er hei­te­ren Volks­art vie­le ver­schie­de­ne Rol­len. Ob schlau, gran­tig, her­zig und ein­fach toll. Und manch­mal kommt sein alter, der ewi­ge „Pumuckl” daher. Und beweist bes­te Kennt­nis­se in der Spra­che der Urbay­ern. Dar­über hin­aus sieht man vie­le Gast­auf­trit­te von illus­tren Stars …

Zurück in die Zukunft Trilogie — im Kino!

Hach, das ist ein Fest! Zurück in die Zukunft. Eine der bes­ten Tri­lo­gi­en der Mensch­heit. Und das dann auf der gro­ßen Lein­wand, obwohl bereits der aktu­el­les­te Teil (und zwar der im Gesamt­kon­text als Wil­d­West-Schmon­ze­t­­te zu bezeich­nen­de drit­te Teil) schon 25 Jah­re alt ist! Natür­lich gibt es, trotz aller Lie­be zum Detail, den einen oder ande­ren klei­nen Feh­ler. Was ziem­lich egal ist. Aber schon scha­de, dass die im Film die gan­ze Zeit von Diens­tag, dem 21.10.2015 reden. Obwohl doch heu­te Mitt­woch ist 😀 Und Miri­am und ich sit­zen in einem rie­si­gen Kino im tiefs­ten Bay­ern und fei­ern gera­de unse­re 80er Jugend auf der gro­ßen Lein­wand! Und selbst hier haben es der ein oder ande­re Nerd hin­ge­schafft. Das Kino ist grund­sätz­lich nicht schlecht. Die Sit­ze sind nur für einen Film­ma­ra­thon von geplant 6 Stun­den aber nicht wirk­lich opti­mal. Etwas enger für beleib­te­re Per­so­nen und nicht wirk­lich dick gepols­tert ist es aber auch fast egal, denn die Fil­me sind herr­lich erfri­schend in die­sem For­mat. Klei­nig­kei­ten kom­men bes­ser zur Gel­tung, man ach­tet ganz anders auf vie­le Din­ge. Und es macht …

Touch of evil | Laserdisc / LD

Pas­send zum Grund des Besuchs in der Hei­mat die­se LD raus­ge­kramt. Sie war ein Zufalls­kauf durch ein Sam­mel­su­ri­um, des­sen ich hab­haft wur­de. Es han­delt sich hier um den in Deutsch­land als „Im Zei­chen des Bösen” bekannt­ge­wor­de­nen Film von Orson Wel­les. LD betrach­tet, nie etwas von gehört. Ist laut Wiki­pe­dia der letz­te Kino­film von Wel­les und ist des­halb allein schon einen Blick wert. Dazu kommt, dass die­ses Mach­werk auch in Miri­ams und mei­ner per­sön­li­chen „Pro­jekt Top250”-Liste vor­han­den ist. Also durch Zufall Pflicht­pro­gramm erstan­den. So weit, so gut! Beim anschau­en der Hül­le wird mir aber wie­der bewusst, war­um Laser­disc so ein ver­dammt tol­les For­mat mit Herz ist! Die Auf­ma­chung ist wirk­lich mehr als ordent­lich. Dazu gibt es ein mehr­sei­ti­ges Inlay mit vie­len Infor­ma­tio­nen zum Film, tol­len Fotos. Apro­pos: dazu gibt es noch 2 auf Pap­pe gedruck­te Fotos. Eigent­lich schon das, was heut­zu­ta­ge eine „kras­se Samm­ler­edi­ti­on” wäre 🙂 Es han­delt sich hier um ein Mach­werk des Gen­res „Film noir” und hat — selbst für mich als Lai­en — eini­ge abge­fah­re­ne Sachen intus. Wie zum Bei­spiel die Eröff­nungs­sze­ne am Anfang. Knap­pe 4 Minuten …