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#horrorctober 2018

Da es hier zum #hor­rorc­to­ber in diesem Jahr rein gar nichts zu lesen gab, kön­nte man meinen, dass wir gar nicht mit­gemacht haben. Stimmt aber nicht so ganz. Als frischge­back­ene Eltern und selb­st und ständig und dauergestresst ist es in diesem Jahr allerd­ings eine deut­lich abge­speck­te Light-Ver­sion des #hor­rorc­to­ber gewor­den.

Keine Zeit für 13 Filme

So sehr wir auch als Nicht-Hor­ror-Fans Spaß im let­zten Jahr hat­ten: Für 13 Filme hat es ein­fach nicht gere­icht. Ich habe zwar auch noch zusät­zlich einen weit­eren Hor­ror­film auf dem Handy während des Stillens/der Schlaf­be­gleitung geschaut, aber das richtige Feel­ing kommt dabei ein­fach nicht auf. Deswe­gen haben wir die Regeln kurz­er­hand auf unsere Leben­sum­stände angepasst. Daher wur­den aus 13 Fil­men kurz­er­hand 1 + 3 Filme. Und zwar ein­mal mod­ern und wirk­lich gruselig und dreimal super old­school Retrozeug — und größ­ten­teils so gar nicht gruselig. Vielle­icht klappt es näch­stes Jahr bess­er.

Unsere Filme im #horrorctober 2018

Da es in diesem Jahr nicht so viel war, kom­men daher jet­zt alle unsere Kom­mentare zu den Fil­men in einem Post. Wie gewohnt wieder kein Anspruch an Objek­tiv­ität und Rezen­sio­nen kann man das auch nicht nen­nen. Sternchen gibt es zwis­chen einem und fünf.

Angriff der Killertomaten (1978)

Die akute Bedro­hung: Tomat­en. Sie rollen über die Straße und fall­en die Men­schen an.

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Mar­tin sagt: Tjaaa. Was soll ich hierzu sagen? Ehrlich gesagt: ich kenne “Angriff der Killer­to­mat­en” aus den Fernse­hzeitun­gen der frühen 90er. Man riskierte zum ersten Mal den Blick in das Nacht­pro­gramm von RTL eins. Und wollte natür­lich schauen, wann denn Emanuelle wieder kommt. Oft aber gab es halt dieses Mach­w­erk. Und EIGENTLICH müsste ich ihn lieben. Ein­fach der selbe Humor wie “Die nack­te Kanone” sowie “Ken­tucky Fried Movie” und Kon­sorten. Mega flach, mega ulknudelig. Meine Lieblingsszene: als die Besprechung aller Beteiligten anber­aumt wird. Ganz, ganz großes Kino! Der von Miri­am angedeutete Hitler­witz ist auch mega, genau wie das Vorge­hen des Verklei­dung­sex­perten bei den Killer­to­mat­en sel­ber. Soundtech­nisch bietet der Film halt zu erwartende Kost für diese Zeit 🙂
Trotz­dem: in der Rei­he des Hor­rok­to­bers kann hier nur nach unten abrun­den und gebe:

★★★☆☆

Miri­am sagt: Starten wir doch mal leicht mit ein­er Hor­rorkomödie. Ich wollte den Film schon ewig sehen. Bish­er kan­nte ich nur den Titel­song, und der kann was. Als Fan von Hits wie “Die nack­te Kanone” und “Top Secret” war ich auch, was den Humor ange­ht, auf das Schlimm­ste gefasst — und wurde nicht ent­täuscht. Klar, mit Hor­ror hat das Ganze wirk­lich wenig zu tun. Aber ich habe mich köstlich amüsiert. Am meis­ten gelacht habe ich sog­ar über den Hitler-Witz, obwohl ich da eigentlich nicht wirk­lich Spaß ver­ste­he. Ganz großer Quatsch mit Tomaten­soße!

★★★★☆  

 


 

Das Relikt (1997)

Ein Anthro­pologe wird auf ein­er Dschun­gel-Expe­di­tion Zeuge ein­er Dämo­nen-Beschwörung. Das Schiff, auf dem Fund­stücke dieser Expe­di­tion ans Muse­um in Chica­go ver­schifft wur­den, ist über­säht von Leichen. Und auch im Muse­um selb­st find­et ein Mord statt. Der aber­gläu­bis­che (!) FBI-Agent und die Evo­lu­tions­bi­olo­gin tun sich zusam­men und sind da ein­er großen, fiesen Sache auf der Spur.

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Mar­tin sagt: Ich bin schuld. Habe ein paar LDs raus­ge­sucht für die Hor­ror­runde. Und hat­te ne Menge Zom­bie-Krem­pel gefun­den. Aber dann auch dieses Hor­ror-Thriller. Vom Cov­er her hab ich gedacht: joa, kön­nte was sein. Dann kurz den Cover­text über­flo­gen: joa, klingt sog­ar gut!
Aber dann begann “der Hor­ror”. Das “Grauen”. Und zwar: die Sto­ry­line in ein­er plumpen Ausar­beitung, die im wahrsten Sinne des Wortes zum Schreien ist. Maaaan ey. Als die Hälfte rum war dachte ich: schade um ver­schwen­dete Zeit. Und es wurde auch nicht bess­er. Ist so däm­lich wenn man ALLES schon von Anfang an weiss. Eine LD, die NIE WIEDER den Weg in den Play­er find­en wird. Lei­der taugt “Das Relikt” noch nicht mal zum Schle­faz 🙁 Da stösst selb­st Alko­hol an seine Gren­zen. 

★☆☆☆☆

Miri­am sagt: Wenn ich mir so die Bew­er­tun­gen ander­er Men­schen anschaue, frage ich mich wirk­lich, ob wir den sel­ben Film gese­hen haben. Ich kenne die Roman­vor­lage nicht und hat­te eigentlich auch keine Vor­be­halte, obwohl ich dunkel in Erin­nerung hat­te, dass “Das Relikt” früher dauernd nachts auf RTL2 lief. Was mich am Anfang am meis­ten störte, war die plumpe Ein­führung der Haupt­per­so­n­en. “Oh, hof­fentlich war das keine schwarze Katze!” Aha, der FBI-Agent ist also aber­gläu­bisch. “Schö­nen guten Tag, ich bin hier die Evo­lu­tions­bi­olo­gin!” Aha, das ist also die Evo­lu­tions­bi­olo­gin. Was dann fol­gt, ist in meinen Augen auch kein biss­chen span­nend gewe­sen. Vielle­icht hat der Film mich auf dem falschen Fuß erwis­cht, aber ich war froh, als er vor­bei war. Sich­er nicht so schlimm wie “Woodoo” im let­zten Jahr, aber defin­i­tiv die Gurke der Sai­son.

★☆☆☆☆


 

Dracula (1931)

Graf Drac­u­la erwirbt mith­il­fe des Immo­bilien­mak­lers Ren­field ein Anwe­sen in Lon­don. Bevor er mit ihm dor­thin auf­bricht, ver­wan­delt er ihn noch schnell in einen Vam­pir. In Lon­don angekom­men, beißt er sich dort durch die High Soci­ety und trifft schließlich auf Dr. Van Hels­ing.

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Mar­tin sagt: Ich mag schwarz-weiss Filme. Sehr sog­ar. Diese eher naive Art hat was. Und dann ist das hier noch ein Klas­sik­er! Aber ich sel­ber war nicht so ganz überzeugt. Als Adap­tion des The­ater­stücks (beson­ders wohl dem Pro­duk­tion­s­jahr geschuldet) funk­tion­iert es schon. Alles etwas hölz­ern (beson­ders der Pflock) ist mir beson­ders die beschei­dene Beto­nung des Wortes VAM­pir hän­gen geblieben. Aaaargh!
Musste Miri­am mehrmals fra­gen was die lan­gen Total­en von Lugosi soll­ten. Es scheint ein biss­chen das rumhyp­no­tisieren des Her­rn Grafen zu sein. Naja. Abge­hakt, zum Glück recht kurz. Deshalb eher aufgerun­dete: 

★★★☆☆

Miri­am sagt: Hm. Das ist also dieser berühmte Bela Lugosi in sein­er Paraderolle. Ich kenne ihn bish­er eigentlich nur aus “Plan 9 from Out­er Space” — also aus den Szenen, in denen er nicht von dem Chi­ro­prak­tik­er von Ed Woods Frau gedoubelt wird. Ja, wir haben hier einen Kult­streifen vor uns. Aber — auch ja — sein Alter merkt man ihm deut­lich an. Gruselig ist das Ganze lei­der über­haupt nicht und an vie­len Stellen lei­der auch unfrei­willig komisch. 

★★★☆☆

 


 

Verónica (2017)

Während ein­er Son­nen­fin­ster­n­is führt die 15-jährige Veróni­ca mit zwei Fre­undin­nen eine Séance durch, weil sie mit ihrem kür­zlich ver­stor­be­nen Vater sprechen möchte. Doch der Geist, den sie angerufen haben, lässt nicht von Veróni­ca ab und hat keine guten Absicht­en.

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Mar­tin sagt: Gepflegter Hor­ror, der viel im Kopf stat­tfind­et, aber auch leckere Effek­te zeigt. Übersinnliche Phänomene, jugendliche, die sich mit dem Über­natür­lichen ein­lassen. Eigentlioch müsste man da gäh­nen. Aber! Es sind nicht diese typ­is­chen, amerikanis­chen Knödel­tee­nies. Die hier ner­ven nicht. Veróni­ca ist eine her­anwach­sende, die ihren Vater ver­loren hat und sich die ganze Zeit haupt­säch­lich um ihre kleinen Geschwis­ter küm­mern muss, da die Mut­ter alleine für das Geld aufkom­men muss. Und sie ist erstaunlich erwach­sen. Sie ist eben NICHT besof­fen und ver­sucht mit ihren Fre­un­den quatsch zu machen. Und umso mehr beängsti­gend ist, wie sie langsam in den Strudel der Ereignisse gezo­gen wird. Beson­ders gruselig: die blinde Nonne aus der Schule! Schon ganz ordentlich, dieser Film!

★★★★☆

Miri­am sagt: Auf “Veróni­ca” hab ich mich schon gefreut, als er auf Net­flix raus­gekom­men ist und der Hype laut wurde, dass es sich dabei um den gruselig­sten Hor­ror­film aller Zeit­en han­deln soll. So viel vor­weg: Ist er nicht. Aber: “Véron­i­ca” ist so ein Gru­selfilm, wie ich ihn mag. Übersinnlich, ein paar Schock­mo­mente, aber nicht über­mäßig eke­lig. Ein mikroskopisch kleines Detail, das mich sehr geärg­ert hat: Das Ganze spielt 1991, aber die Mut­ter gibt den Kindern ein paar Euro zum Einkaufen. Wer hat denn da nicht aufgepasst? Trotz allem mein Favorit der diesjähri­gen Runde und daher mit einem zugeknif­f­e­nen Auge: 

★★★★★

Winzigkleine Statistik zum #horrorctober 2018

Ins­ge­samt hat Mar­tin 11 und ich habe 13 Sterne vergeben. Das entspricht ein­er durch­schnit­tlichen Bew­er­tung von 3 Ster­nen. Damit liegen wir 0,5 Sterne unter dem Schnitt vom let­zten Jahr (und das obwohl ich so extrem nett bew­ertet hab). Am besten abgeschnit­ten hat “Veróni­ca” (mit 4,5 Ster­nen). Ein­stim­mig am schlecht­esten bew­ertet haben wir “Das Relikt” mit einem Stern.

Der älteste Film den wir sahen, war von 1931 (“Drac­u­la”) und der jüng­ste von 2017 (“Veróni­ca”).

30er
70er
90er
10er

Die meis­ten Filme haben wir auf DVD (2 Stück) angeschaut. Die anderen kamen von LD bzw. Net­flix.

Ausblick aufs nächste Jahr

Wird es einen #hor­rorc­to­ber 2019 geben? Ich denke ja. Ob es wieder die Light-Ver­sion wird, oder ob wir doch noch ein­mal all in gehen, wird sich dann zeigen. Aber eigentlich macht es zu viel Spaß, als das wir es bleiben lassen soll­ten. Außer­dem sind die Regale noch voll von unge­se­henen Hor­ror-Fil­men, vor allem auf Laserdisc.

[SingleSonntag 010] A Flock of Seagulls — I Ran

Immenser Ohrwurm voraus! Aber aus der Sicht von Mar­tin war das nicht immer so. Aber fan­gen wir vorne an: vor eini­gen Jahren gab es bei Ebay ein sehr sexy Ange­bot für einige Sin­gles. Es gab eine aus­führliche Excel-Liste. Miri­am und ich einigten uns auf 30 Sin­gles, und jed­er machte eine Auswahl. Miri­am entsch­ied sich unter anderem für diese Sin­gle. Und diese sagte mir nichts. Wed­er vom Namen, noch von sonst­was. Als ich sie hörte kam es mir “irgend­wie bekan­nt vor”. Aber so richtig wurde ich aus der Num­mer nicht schlau. Fragte mich ern­sthaft, wer sowas hört. Frei­willig. Ein­fach so.

Aber während ich diese Zeilen schreibe fällt es mir wie Schup­pen von den Augen: GTA 3 — Vice City. Da gab es ja so Radio­Sta­tio­nen, und in ein­er kam dieser Song als sehr gelun­ge­nes Cov­er. Top! Und eigentlich ist das wirk­lich eine 80er Num­mer, wie sie in der “how to 80er” Bibel ste­ht. Also die Brötchen aufgeschnit­ten und zum erquick­enden Son­ntagfrüh­stück eine Herde Möwen!

Seite A: A Flock of Seagulls — I Ran

Mar­tin sagt: Dig­i­tal­drums, Delay-Gitar­ren, knapp-schiefer Gesang — und je öfter man es hört wird es ein­fach immer mehr Ohrwur­miger. Was für ein geil­er Song! Keine Ahnung, wie ich den nicht mögen kon­nte früher! Aber das ist eine Sin­gle, die immer wieder mal auf dem Teller lan­det. 80er-Galore Deluxe. Schmack­hafte:

★★★★★

Miri­am sagt: Eigentlich bin ich ja “zu jung” für 80er-Musik, aber irgend­wie berühren mich da viele Songs, obwohl ich nicht damit groß gewor­den bin. Bei diesem Song ist es auch so. Zum ersten Mal bewusst gehört mit um die 20 und seit­dem heiß geliebt (da ich da so “spät” dran war, kann ich auch keine einzige Textzeile auswendig, obwohl ich es so gern hab). Im Gegen­satz zu Sebas­t­ian hab ich mich dementsprechend auch SEHR gefreut, als Mia sich den Song im Film “La La Land” wün­scht.  Auch wenn er wohl nichts für seri­ous musi­cians ist.

★★★★★

 

Seite B: A Flock of Seagulls — Pick Me Up

Mar­tin sagt: Komis­ches Intro, aber dann geht’s ähn­lich rund wie auf der A-Seite. Und das ist alles andere als eine Kopie! Macht Bock, bleibt im Ohr. Nicht so sehr wie “I ran”. Aber gut. Hat mir gefall­en, von daher:

★★★★☆

Miri­am sagt: Ich kann mich da nur anschließen.  In allem.

★★★★☆

Die Fotos:

[SingleSonntag 009] Santa Esmeralda — Don’t Let Me Be Misunderstood

Immer wieder Son­ntags! Endlich mal wieder was bekan­nteres! Wir freuen uns zwar immer gerne etwas neues zu ent­deck­en. Aber in dem Fall eine Num­mer, die bei­den gefällt. Max war zu dem Zeit­punkt zwar auch da. Der war aber eher mit Minecraft beschäftigt und hat somit auch keinen Platz für einen Gastkom­men­tar bekom­men.

Begrüsst wird man mit einem feucht­fröh­lich friv­o­lem Cov­er, mit viel Zige­uner-Haut. Darf man vielle­icht so nicht sagen, gehört aber zu der Geschichte der Kapelle. Ste­ht zumin­d­est auf dem Klap­pen­text hin­ten drauf. Aber was erzäh­le ich, das kann man ja auf den Fotos unten sehen! Und der Rest erk­lärt sich auch in den weit­eren Bew­er­tun­gen. Also los geht’s!

Seite A: Santa Esmeralda — Don’t Let Me Be Misunderstood

Mar­tin sagt: Das ist eine Num­mer, die habe ich wenn dann nur unbe­wusst gehört. Da ich ja bekan­ntlich so gut wie gar nie Radio höre. Dann aber hört ich ein Cov­er davon, und zwar von der sagenum­wobe­nen Band Dis­core meines Balkan-Buben-Bud­dys Senad. Und DANN erst hörte ich die Num­mer auf dem Kill Bill 2 Sound­track. Natür­lich von Vinyl, natür­lich in voller Länge und Pracht. Wirk­lich geiles Stück Musik! Und auch wenn es auf der Sin­gle nur die kurze Ver­sion ist, wirk­lich ordentlich. Kein Sternchen extra wie bei der Frau. Aber!

★★★★★

Miri­am sagt: Man sagt mir ja nach, dass ich grund­sät­zlich Cov­er total blöd find­en würde. Das stimmt aber gar nicht! Dieses hier hat einen Platz in mein­er ewigen Top 100. Ich finde es nur ein biss­chen schade, dass auf der Sin­gle nur die kurze Ver­sion drauf ist. Vor allem die lange fet­zt näm­lich unendlich! 5 Sterne … mit Sternchen.

★★★★★*

 

Seite B: Santa Esmeralda — You’re my everything

Mar­tin sagt: Bis zur Hälfte der Songs dachte ich: oh ja, Bal­lade nach Lehrbuch, vorherse­hbar im Quadrat aber auch sehr gefäl­lig — gefällt mir! Aber dann. Aber dann! Aber dann.… Dann aber! Wieder­holte es sich. Unendlich lang. Und gen­ervt hat es dann. Mehr als 3 Sterne sind ein­fach nicht drin, und diese Seite kommt nicht mehr auf den Teller. Der Kill Bill 2 Sound­track dann aber umso öfter…!

★★★☆☆

Miri­am sagt: Der Gesang ist etwas nölig, das ist nicht so mein Geschmack. Nervt lei­der, je häu­figer der Refrain läuft.

★★★☆☆

 

[SingleSonntag 008] Barry White — Never, Never Gonna Giva Ya Up

Immer wieder Son­ntags! Keine Ahnung, wie wir nun an DIESE Num­mer ger­at­en sind, ger­ade nach dem Mar­i­anne Rosen­berg uns die Sinne mit 70er Charme vernebelt hat. Es geht also weit­er mit einem sehr poten­ten Her­rn (höhö). Bar­ry White, beson­der bekan­nt durch seine Hits wie “You’re the first, the last, my every­thing” und eine Stimme hat die dafür sorgt, das Kon­ti­nen­tal gese­hen die Eier­stöcke sämtlich­er Zuhörerin­nen in Wal­lun­gen ger­at­en. Genau diese Stimme waberte also Son­ntags zum Früh­stück durch die Bude. Lei­der ist er 2003 schon ver­stor­ben, son­st hätte man den mal ein­laden kön­nen, zu Kaf­fee und Kuchen, vielle­icht auch ber­gis­chen Waf­feln (jet­zt habe ich beim Schreiben auf ein­mal Hunger.….)

Aber mal hören, was diese kleine 7″ Sin­gle so zu bieten hat:

Seite A: Barry White — Never, never gonna give ya up

Mar­tin sagt: Ich habe diesen Song erst­mal nicht erkan­nt. Beim Refrain hat es dann aber Ping gemacht. Muss zugeben, dass an dem Tag die Musik für mich ehrlich gesagt nicht gepasst hat. War ein­fach nicht in Bar­ry White Stim­mung. Hab dann einen Tag später nochmal reinge­hört und fand es dann nicht mehr soooo schlimm. Das ist so richtige Porno-Mukke, wie sie im Buche ste­ht. Und ich wollte eigentlich 3 Sterne geben. Aber irgend­wie muss ich auch den Cool­ness­fak­tor berück­sichti­gen. Wer­den also dann:

★★★★☆

Miri­am sagt: Hmm­mm … ooohhh … Baby-mak­ing music im Hause Ahman. Aber keine Sorge, wir haben nicht gle­ich am Geschwis­terchen für Max und Franziska gear­beit­et. Der Song ist sexy; das liegt natür­lich primär an Her­rn Whites Stimme. Ich mag solche Musik irgend­wie. Nicht nur zum Schmusen, son­dern ein­fach so.

★★★★☆

 

Seite B: Barry White — Honey please, can’t ya see

Mar­tin sagt: Weiss nicht. Is ok. Aber. Da gönn ich mir eher die A-Seite! Werde aber Her­rn White eher nicht mehr so oft auf den Teller hieven.

★★★☆☆

Miri­am sagt: Mag ich.

★★★★☆

 

[SingleSonntag 007] Marianne Rosenberg — Herz aus Glas

Zugegeben. Heute ist nicht Son­ntag. Das Woch­enende bestand aus Früh­stück­en und Brunchs. Am Sam­stag bei der lieben Birthe mit den Besten und am Son­ntag bei meinen Eltern (eben­falls die besten). Und nach­mit­tags war dann noch etwas Fam­i­ly Time ange­sagt mit Baby lüften und Poké­mon jagen. Daher hier ein seeeehr ver­späteter Sin­gleSon­ntag.

Heute etwas Beson­deres — schon wieder. Denn es wird deutsch. Und ein Cov­er ist es noch dazu. Wir wid­men uns heute Mar­i­anne Rosen­berg. Wohl am bekan­ntesten ist ihr Hit “Er gehört zu mir” (1975 der erste Song, mit dem sie beim Vorentscheid zum ESC, damals noch Grand Prix d’Eurovision de la Chan­son, teil­nahm). Und Mar­i­anne war nicht nur über all die Jahre aktiv und erfol­gre­ich, auch heute noch ist sie groß im Geschäft. Erst vor zwei Wochen veröf­fentlichte sie ein Duett mit Eloy de Jong. Der macht nach sein­er Kar­riere bei Caught in the Act (meine große Liebe zu Grund­schulzeit­en) näm­lich jet­zt auch Schlager.

Seite A: Marianne Rosenberg — Herz aus Glas

Mar­tin sagt: Ach ja, Mar­i­anne. Auf so vie­len Par­ties hast Du mich begleit­et, meine Mut­ter war beken­nen­der Fan. Und “Er gehört zu mir” gehört halt zum Deutschen Kul­turgut. Hier haben wir also eine Cov­erver­sion, auf Deutsch natür­lich, von Blondies Klas­sik­er “Heart of Glass”. Dieses Stück finde ich nicht so verkehrt, aber auch nicht über­lebenswichtig. Dazu kommt noch, auch wenn ich mich nicht um Texte schere, dass der Text des Orig­i­nals irgend­wie selt­sam ist. War näm­lich ein Song bei “Lips” auf der Xbox360. Und da hab ich den Text zum ersten Mal bewusst wahrgenom­men. Hier bei Mar­i­anne fällt es mir ähn­lich schw­er. Inter­es­sante Har­monien, cool­er Dis­co Sound. Aber kommt mir nicht nochmal auf den Teller, schätze ich.

★★★☆☆

Miri­am sagt: Um es mit Guil­do Horns Worten zu sagen: “Ich find Schlager toll”. Aber. Mit großen Ein­schränkun­gen. Und eigentlich nur alte Schlager und vor allem kein Mal­lor­ca-Utz-Utz-Gröhl. Außer Mick­ie Krause. Aber ich schweife ab. Mar­i­anne ist cool. “Er gehört zu mir” war schon ein großer Karaoke-Spaß auf der Klassen­fahrt nach Hol­land im Jahr 2001 oder so. Hier also ein Cov­er von Blondie. Das Orig­i­nal mag ich einiger­maßen gern, abge­se­hen vom bescheuerten Text. In der deutschen Fas­sung kann der auch nicht wirk­lich etwas reißen. Macht Spaß, aber für mich kein Hit.

★★★☆☆

Seite B: Marianne Rosenberg — Vorbei, vergessen und verzieh’n

Mar­tin sagt: Tja. Dem Stück kann man nicht eine Art… naive Komik absprechen. Und genau deshalb gibt es 2 Sterne. Son­st wäre es nur ein­er gewe­sen.

★★☆☆☆

Miri­am sagt: Klingt jet­zt vielle­icht komisch, aber irgend­wie ein Grow­er in meinen Ohren. Ja, kitschig, ja, klis­chee­be­laden, aber gehört doch zum Schlager irgend­wie dazu. Man bemitlei­det die Erzäh­lerin, weil sie dem Typen noch ne Chance gibt, aber irgend­wie ver­ste­ht man es doch auch, weil man sel­ber irgen­deinem Pen­ner im Leben auch mal eine Chance zu viel gegeben hat. In meinem Ohr blieb es kleben, also: Mis­sion erfüllt. So gut, dass ich es wieder hören muss, ist es allerd­ings noch lange nicht.

★★★☆☆

[SingleSonntag 006] Mike Berry — Tribute to Buddy Holly

Spätes Früh­stück mit Gast. Daher auch heute wieder ein Gastkom­men­tar. Mar­tin und Alexan­der haben gestern und bis in die frühen Mor­gen­stun­den noch gemein­sam musiziert. Heute Mit­tag saßen wir daher zu viert am Früh­stück­stisch. Wir haben Alexan­der keine Wahl gelassen, er war aber von unserem Pro­jekt auch recht ange­tan. So griff er blind in die Sin­glek­iste und was soll ich sagen? Es gibt eine kleine Pre­miere.

Wieder sagen Inter­pret und Titel spon­tan nie­man­dem etwas. Mike Berry — wed­er ver­wandt mit Dave Berry noch mit Chuck oder Mar­vin Berry. Dabei passt die Musik rel­a­tiv gut in die Schiene. Der Song ist eigentlich von 1960, ein Hit wurde aber das eigene Remake des Songs im Jahre 1975. Der Mann ist inzwis­chen übri­gens 76 Jahre alt, hat aber laut sein­er Web­site let­zte Woche noch einen Auftritt gehabt.

Seite A: Mike Berry — A Tribute to Buddy Holly

Alexan­der sagt: Kommt lock­er flock­ig und ohne viel Dra­ma und Spek­takel daher. Gelun­gener Zwis­chen­part mit Cool­ness-Fak­tor.

★★★☆☆

Mar­tin sagt: Hat­te zu beginn etwas Sorge. Eine Sin­gle von einem Kün­stler, den ich nicht kenne, mit einem nicht wirk­lich ver­trauenser­weck­enden Cov­er. Und das ist noch eine vom Gast per Zufall gepick­te Num­mer. Schade. Weil die Num­mer ist vielle­icht nicht schlecht, aber bleibt gar nicht in meinem Ohr. So ne Art Rock n Roll / Twist. Aber da gibt es ein sehr cooles Tom-Break, welch­es 2 oder 3 Mal kommt. Dieses kleine Break macht für mich den Song von einem 2-Sterne-Kan­di­dat­en einen 3-Sterne-Kan­di­dat­en.

★★★☆☆

Miri­am sagt: Rock’n’Roll mag ich. Bud­dy Hol­ly auch. Da kann ein Trib­ute to Bud­dy Hol­ly ja eigentlich nicht schlecht sein. Ist es auch nicht. Aber auch nicht so rii­i­ichtig gut.

★★★☆☆

 

Seite B: Mike Berry — Dial my Number

Alexan­der sagt: Funkig, groovig, läs­sig leck­er ;). Die Auf­nahme macht tierisch Laune und ver­set­zt einen ins New York der 70er. Stark arrang­iert, gut gemixt und lädt zum Wieder­hören ein.

★★★★★

Mar­tin sagt: Was für ne kernige B-Seite! So richtig geil, Kopfnick­en, Kör­perteile schüt­teln, knack­iger Funk deluxe! What? Und das nach dieser Katas­tro­phe auf der A-Seite? Direkt nochmal angemacht! Weil: das ist auch ein sehr kurz­er Spass: 1:59 min für die B-Seite. Kurz und sehr gut!

★★★★★

Miri­am sagt: Und jet­zt die Pre­miere: Eine B-Seite, die die A-Seite (um Län­gen!) über­trifft! Funky shit, diese B-Seite! Erwartet man nach der durch­schnit­tlichen A-Seite gar nicht. Dial my Num­ber kann hier gerne häu­figer laufen!

★★★★★

 

[SingleSonntag 005] The Other Ones — Holiday

Nein, wir haben ihn nicht vergessen. Gehört haben wir unsere Son­ntagsS­in­gle schon heute mor­gen beim Früh­stück. Aber dann war der Tag bes­timmt von Skype-Ses­sions nach Slowe­nien, Poké­mon­jagd und Eis essen bei Oma und Opa Müller. Jet­zt ist alles unter 1,50 m im Bett, nur die “Großen” sind noch auf.

Max, machst du heute mit?” “Na klar, ich greif mal blind rein. Was ist denn eine Sin­gle?” “Na, eine von den Kleinen. Von den KLEINEN!” So unge­fähr trug es sich zu. Und das Cov­er und der Titel sagten zunächst nie­man­dem etwas. The Oth­er Ones mit dem Titel Hol­i­day also. Die ersten Tak­te erklin­gen und es wird sofort wieder klar: Ah, 80er! Wikipedia sagt, dass The Oth­er Ones  eine Berlin­er Band seien und der Song war sog­ar ein Hit im Jahr 1987. Mar­tin erin­nert sich beim Refrain auch, dass er das Lied ken­nt. Dann die B-Seite: Anoth­er Hol­i­day — ein Remix. Ganz ehrlich, wir haben spon­tan keinen Unter­schied zum Orig­i­nal gehört, deswe­gen äußern wir uns auch nur zur A-Seite.

Seite A: The Other Ones — Holiday

Max sagt: Das ist alt. Das ist doof! Das würde doch heute niemals in die Charts kom­men! Wie viele Sterne muss ich min­destens geben? Null? Null!

☆☆☆☆☆

Mar­tin sagt: Nach­dem ich die Num­mer dann erkan­nt habe ging sie mir noch bess­er ins Ohr. Typ­is­ch­er Track der mal im Radio lief, aber nicht hän­gen blieb. Aber doch wieder erkan­nt, also kann er ja sooo beschi**en nicht sein. Und ganz ehrlich: beim 2. Durch­gang (ja, der Remix war ein­fach der­selbe Song nochmal) ist die Num­mer wirk­lich sehr unter­halt­sam! Kommt nochmal auf den Teller!

★★★★☆

Miri­am sagt: Yay! Klingt wie Oin­go Boin­go. Was wie Oin­go Boin­go klingt, ist gut. Ich mag die Bläs­er. Der Refrain ist ein Ohrwurm. Da kriege ich gute Laune. Klar, ist typ­isch 80er, eigentlich in dem Sinne “nix Dolles”. Aber man muss ja auch nicht immer das Rad neu erfind­en. Mir gefällt’s! Wird zwar langsam etwas lang­weilig, dass ich immer so viele Sterne vergebe, aber ich kann ja auch nix dafür, wenn Max zufäl­lig so einen Hit aus der Kiste zieht!

★★★★☆

[SingleSonntag 004] Huey Lewis and the News — The Power of Love

Huey Lewis and the News — da ken­nt jed­er den Song, aber nicht so viele den Namen. Kommt wieder aus dem Plat­ten­schrank von Miri­am und ist der Titel­song aus dem Steven Spiel­berg Film “Zurück in die Zukun­ft”!

Die Num­mer ist einen Tag nach Mar­tins 5. Geburt­stag erschienen und war ein richtiger Hit! Er ist 1986 sog­ar mit dem Amer­i­can Music Award bedacht wor­den.

Im ersten Teil von “Zurück in die Zukun­ft” ist er mehrmals zu hören. Direkt in der ersten Szene, wo Mar­ty mit dem Skate­board durch die Gegend fährt. Am Meis­ten ist mir aber hän­gen geblieben, als die Schul­band von Mar­ty das Vor­spiel hat und etwas unwirsch abgelehnt wird.

Seite A: Huey Lewis and the News — The power of love

Mar­tin sagt: Bekan­nt aus “Zurück in die Zukun­ft” ist das ein Song, den man auch ken­nen kann, wenn man Radio Berg (oder ähn­lich gener­ische Radiosender) hört. Die Num­mer ist so richtig 80er Mukke, keine Num­mer, die ich mir frei­willig anmachen würde. ABER wenn sie dann läuft, dann will ich sie auch hören. Dementsprechend runde 4 Sterne!

★★★★☆

Miri­am sagt: Wieder meine Plat­te, wieder absoluter Favorit, was soll es da anderes geben als 5 Sterne (wie lang­weilig!). Michael J. Fox war meine erste Liebe und natür­lich sieht man gedanklich sofort Mar­ty McFly auf seinem Skate­board flitzen, sobald der Song ertönt. Aber auch unab­hängig von einem mein­er Lieblings­filme, ist das ne saus­tarke Num­mer! Jesus! Übri­gens, kleine Triv­ia: Der Mann aus der Jury, der die Pin­heads (Mar­tys Band) beim Vor­spie­len unter­bricht, ist nie­mand gerin­geres als Huey Lewis per­sön­lich.

★★★★★

 

Seite B: Huey Lewis and the News — Finally found a home

Mar­tin sagt: Eine B-Seite, die lock­er mit der A Seite konkur­ri­eren kann! Über­haupt kein Ohrwurm­charak­ter wie “The pow­er of love” — aber ein Gitar­ren­riff, welch­es so richtig geil ist. Ein­fach und unkom­pliziert, runde Num­mer! Würde ich mir sog­ar öfter auf den Teller leg­en! Lei­der während ich die Zeilen schreibe keine Erin­nerung an den Refrain mehr… Trotz­dem gute 4 Sterne!

★★★★☆

Miri­am sagt: Solide! Gutes Riff! Refrain knallt nicht ganz so ins Ohr wie bei der A-Seite, aber immer noch bess­er als vii­ieeele andere Songs.

★★★★☆

 

[SingleSonntag 003] The Cure — Lullaby

Heute kommt der Sin­gleSon­ntag ein biss­chen später. Viel war los diese Woche und auch das Woch­enende war vollgestopft. Außer­dem mussten noch andere Blog­beiträge geschrieben und über­ar­beit­et wer­den. Dazu später mehr. Jet­zt aber geht es weit­er mit Musik. Düster wirds an diesem düsteren Tag! Hur­ra, endlich Herb­st!

The Cure, die Gothic-(New-)Wave-Ikonen aus Eng­land beehren uns heute mit “Lul­la­by”.  Für Mar­tin eher alles Neu­land, für Miri­am eine der absoluten Lieblings­bands.

Seite A: The Cure — Lullaby

Mar­tin sagt: Es reg­net. Es wird nicht richtig hell. Und dann kommt dieser Song. Und nein, es geht nicht die Sonne auf. Es bleibt so. Was ich mag: es ist sehr instru­men­tal und ist in meinen Ohren ein grow­er. Ich hab die Num­mer damals vor unserem gemein­samen The Cure Konz­ert in München das erste mal so richtig gehört. Aufge­fall­en sind mir da schon die melan­cholis­chen Synth-Strings. Die tra­gen zusam­men mit dem Gitar­ren­Riffs durch den Song. Haben eine sehr eigene Atmo­sphäre. Nicht 100% ein Hit für mich, aber ich denke, die Num­mer kann iwie was. Ganz eigene Stim­mung. Von daher eigentlich 3,5 Sterne, aber pen­del mich hier auf 4 ein.

★★★★☆

Miri­am sagt: Das Ganze hier war ja noch nie objek­tiv, also fan­gen wir heute auch nicht damit an. The Cuu­u­u­u­ure! Seit Jahren heiß geliebt. Ich war nie ein echt­es Gruftie-Mäd­chen, aber … na ja. Die haben bei mir schon nen Nerv getrof­fen und die Optik mag ich an sich auch. Jet­zt aber zum Song: Lul­la­by, ein­er der bekan­ntesten Song der Band mit ein­er recht hohen Chart­platzierung (in Deutsch­land immer­hin bis auf Platz 3). Kann einen bei einem Wet­ter wie heute schon ein biss­chen die Laune ver­hageln. Denn der sehr langsame Song zieht schon etwas runter. Aber schmusen geht auch. Und wer ab und zu im Come In rumhängt, kann auch ganz her­vor­ra­gend dazu schwofen (auch wenn “ab auf die Tanzfläche” eher nicht das erste ist, was einem so in den Sinn kommt beim Hören). Ist nicht mein Favorit von The Cure, deswe­gen objek­tiv eher 4 Sterne. Aber. <3

★★★★★

 

Seite B: The Cure — Babble

Mar­tin sagt: Die Num­mer mag ich nicht. Ich mag ja melan­cholis­che Musik, ohne Frage. Son­st würde ich ja nicht Trance hören. Aber das hier… hat mich kom­plett auf den Boden gezo­gen und gesagt “Draußen reg­net es, kalt iss­es, die Musik wird dir nicht helfen”. Nein. Ich möchte das nicht.

★☆☆☆☆

Miri­am sagt: “Wie heißt die B-Seite eigentlich?” — “Kann ich nicht lesen durch das Art­work …” Inter­net sagt Bab­ble. Beim ersten Hören hat der Song mich irgend­wie gen­ervt. Und Franziska war auch nicht so begeis­tert. Im Song quitscht und fiept es näm­lich die ganze Zeit. Jet­zt hab ich den Song aber inzwis­chen schon zum xten Mal laufen und eigentlich mag ich ihn doch.

★★★★☆

Toni — schon wieder ein verdammter Nachruf

Niemals — und ich meine niemals! — hätte ich erwartet, dass ich nur 14 Monate nach dem let­zten Nachruf schon wieder einen schreiben muss. Unser Babykater, der kleine Toni, kommt nicht mehr nach Hause.

Ich hat­te den ersten guten Tag seit Langem, Mar­tin und Franziska waren schon im Bett, als es sehr spät noch klin­gelte. Im ersten Moment war ich nur sauer, weil Franziska dadurch wach wurde und geschrien hat. Aber als die Nach­barin mit ver­stein­ert­er Miene vor mir stand, war gle­ich klar, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. “Ich hab ger­ade einen Anruf bekom­men — eure Katze …” — “Welche?” — “Toni.”

Zu dem Zeit­punkt hat­ten wir ihn noch gar nicht wirk­lich ver­misst. Er war zwar immer noch mehr zu Hause als unter­wegs, aber seine Aus­flüge dauerten inzwis­chen auch schon mal über Nacht. Er wurde ein­fach immer mutiger und offen­er. Die Haupt­straße hätte er aber wohl bess­er aus­lassen sollen. Mar­tin hat ihn nahezu an der­sel­ben Stelle gebor­gen wie Kowal­s­ki — nur an der gegenüber­liegen­den Straßen­seite.

Als Toni damals zu uns kam, so kurz nach Kowal­skis Tod, war das für mich eigentlich viel zu früh. Ich hat­te das alles noch gar nicht ver­daut, war schwanger, was meine Emo­tio­nen zusät­zlich Achter­bahn fahren ließ. Und dann hat er mein Herz — zwar nicht im Sturm, aber doch — erobert.

Toni, unser klein­er Gourmet, der sich mehr für Men­sch­enessen begeis­tern kon­nte als für Fut­ter aus der Dose. Er war ja schon manch­mal eine kleine Arschgeige. Aber eine süße. Und er hat sich sehr gut gehal­ten gegen Bai­ley. Der hat ihn näm­lich bis zum Schluss nicht so richtig akzep­tiert. Und auch wenn es meis­tens rel­a­tiv neu­tral zwis­chen den bei­den war: Ab und zu hat Bai­ley lei­der richtig schlimm zuge­bis­sen. Und Toni “durfte” nicht mehr in unser Schlafz­im­mer, daraus wurde er von Bai­ley immer ver­trieben. Nein, so richtig har­monisch war es nie zwis­chen den bei­den. Und trotz­dem ist Bai­ley nach Tonis Ableben hier erst ein­mal herumge­laufen wie Falschgeld und wir sind uns sehr sich­er, dass er den kleinen Puper gesucht hat und ihn doch irgend­wie ver­misst.

Genau wie wir.

Toni, es war ein Freuden­fest. Schade, dass du nicht mehr bei uns bist und dass Franziska nicht gemein­sam mit dir aufwach­sen darf. Am Tag vor deinem Tod habt ihr zum ersten Mal zusam­men gespielt und ich werde noch lange mit Freude daran denken. Tschüss­chen.