Kategorie: Film & Kino

Unsere #horrorctober Filme 2017 – Teil 1

Es ist der 8. Okto­ber und die ers­ten vier Fil­me im #horrorc­to­ber 2017 sind schon geschaut. Das geht erstaun­li­cher­wei­se bes­ser als gedacht. Hier also das ers­te Zwi­schen­fa­zit. Wir sind uns über­ra­schend einig, was die Wer­tung der Fil­me angeht. Ein­zig ein paar Wor­te von Mar­tin zum Exor­zis­ten ste­hen noch aus, da wir beim Schau­en ein­ge­schla­fen sind und Mar­tin die zwei­te Hälf­te des Films noch nicht nach­ge­holt hat.

 

Arachnophobia (1990)

Gese­hen am 28. Sep­tem­ber auf VHS.

Durch einen dum­men Zufall wird eine töd­li­che Spin­ne aus Süd­ame­ri­ka in Kali­for­ni­en ein­ge­schleppt. Dort pflanzt sie sich fröh­lich fort und schon bald trei­ben mas­sen­haft gif­ti­ge Spin­nen­kin­der ihr Unwesen.

Mar­tin sagt: Ich has­se Spin­nen. Trotz­dem will ich den Film schon seit über 20 Jah­ren schau­en. Habe das Ami­ga-Spiel gespielt und trotz der Ein­fach­heit sehr gemocht. Hab mir im Vor­feld schon ins Hös­chen gemacht, aber war am Ende über­haupt nicht so schlimm wie erwar­tet. Sehr unter­halt­sam irgend­wie, ganz ande­re Stim­mung als erwar­tet. War ein net­ter Ride und ein tol­ler Anfang für unse­re Gru­sel­rei­he im #horrorc­to­ber!

★★★★☆

Miri­am sagt: So rich­tig gru­se­lig war das nicht und auch nur mini­mal eklig. Zum Glück lei­de ich aber auch nicht an einer Spin­nen­pho­bie, sonst hät­te das viel­leicht anders aus­ge­se­hen. Aber wahn­sin­nig unter­halt­sam! Beson­ders John Good­man hat­te als Comic Reli­ef eine tol­le Rol­le als Kam­mer­jä­ger. Sicher­lich nicht der bes­te Film, den ich je gese­hen habe, aber ein mega guter Ein­stieg in den #horrorc­to­ber.

★★★★☆

 


 

Der Exorzist (1973)

Gese­hen am 3. Okto­ber auf DVD. Rewatch für Miriam.

Die 12-jäh­ri­ge Regan ver­hält sich immer merk­wür­di­ger. Nach­dem sich ihre “Spas­men”, die vul­gä­re Aus­drucks­wei­se, das Schrei­en, Kot­zen und Spre­chen in frem­den Spra­chen nicht län­ger durch Hyper­ak­ti­vi­tät oder eine psy­chi­sche Stö­rung erklä­ren lässt, kon­sul­tiert ihre Mut­ter einen katho­li­schen Pries­ter. Die­ser soll Regan den Dämon aus­trei­ben, von dem sie augen­schein­lich beses­sen ist.

Mar­tin sagt: Tjoa. Hat­te gehofft, hier etwas span­nen­de­res zu sehen. Ich mag ja älte­re Fil­me. Gera­de aus den 70ern. Und dann noch die gro­ße Erwar­tungs­hal­tung. Wer kennt es nicht, das Mäd­chen im Bett, wel­ches vom Teu­fel beses­sen durch die Gegend wütet? Habe den Film in 2 Etap­pen gese­hen. Bin tat­säch­lich nach der Hälf­te ein­ge­schla­fen. Es wirkt wie ein Zusam­men­schnitt von Din­gen, die da ein­fach pas­sie­ren. Es gab auch kras­se Sze­nen, was ja gera­de bei Hor­ror­fil­men mit Kin­dern immer so né Sache ist. Und dann noch das hin und her des Glaubens.
Tech­nisch recht ordent­lich. Aber für mich unterm Strich irgend­wie lang­wei­lig. Ich wer­de ihn wahr­schein­lich nicht noch­ein­mal sehen. Man soll­te ihn aber viel­leicht doch mal gese­hen haben, um dann ande­re Fil­me bes­ser schät­zen zu kön­nen. Gut gemeinte:
★★☆☆☆

Miri­am sagt: Der Film ist einer der weni­gen Hor­ror­fil­me in der Top 250 der Inter­net Movie Data­ba­se. Gera­de gemes­sen an sei­nem Alter mei­ner Mei­nung nach auch nicht zu Unrecht. Die Span­nung steigt kon­ti­nu­ier­lich an. Und auch wenn man wegen des Titels schon weiß, wor­auf es hin­aus­läuft, fragt man sich: Was zum Teu­fel ist mit die­sem net­ten Mäd­chen los? Auf jeden Fall eine Men­ge und das ganz ohne CGI. Ver­blüf­fend, wenn auch nicht mehr ganz pas­send zu heu­ti­gen Seh­ge­wohn­hei­ten. Der Film ist mega eklig und es wun­dert mich nicht, dass die Men­schen damals im Kino rei­hen­wei­se umge­kippt sind oder von den exklu­si­ven Kotz­tü­ten Gebrauch gemacht haben. Schon allein vom Kult­fak­tor her sicher einer der bes­ten Hor­ror­fil­me aller Zeiten!

★★★★☆

 


 

Mark of the Devil / Hexen bis aufs Blut gequält (1969)

Gese­hen am 6. Okto­ber auf Laserdisc.

Öster­reich um 1700. Der Hexen­jä­ger Albi­no hat sicht­lich Freu­de dar­an, jun­ge attrak­ti­ve Frau­en und Män­ner nicht nur der Hexe­rei zu bezich­ti­gen, son­dern vor allem durch Fol­ter Geständ­nis­se aus ihnen zu pres­sen, nur um sie schließ­lich auf dem Schei­ter­hau­fen bren­nen zu las­sen. Als mit Lord Cum­ber­land und des­sen Lehr­ling Chris­ti­an de Meron ein wei­te­rer Hexen­jä­ger in die Gegend kommt, wird die Situa­ti­on nicht besser.

Mar­tin sagt: Einer mei­ner High­lights aus der Astro-Laser­disc Samm­lung! Zwar nicht die sel­tens­te LD, aber war nicht so ohne, die zu bekom­men. Dem­entspre­chend habe ich mich sehr gefreut, den Film zu schau­en. Und spä­tes­tens nach dem Intro wuss­te ich nicht, was ich davon hal­ten soll. Allein die Musik aus dem Vor­spann ist so unpas­send für einen Film über die Hexen­jagd… mei­ne Ohren wuss­ten nicht mehr, wo sie hin­pei­len soll­ten. Dazu halt der locker-flo­cki­ge 70er Flair gepaart mit ein wenig Gore – aller­dings in 70er Maßen. Trotz des fie­sen The­mas ein eher lau­er Hor­ror­strei­fen. Kul­tig aber auch wegen der herr­lich doo­fen Zwi­schen­dia­lo­ge. Ist pri­ma, wenn der Frau nach der ers­ten (nicht ero­ti­schen) Nacht im Schloss erst­mal gesagt wird, dass sie schön mal zu Fuß ins Dorf gehen “darf”, um da das Früh­stück zube­rei­ten und die­ses schön wie­der hoch zum Schloß schlep­pen “darf” 😀 Ein Film in einer Män­ner­run­de und einer Kis­te Bier. Aber allein brauch ich den nicht noch­mal sehen. Allein schon wegen des doo­fen Endes.

★★★☆☆

Miri­am sagt: Hor­ror aus Öster­reich. Damit hat­te ich nicht gerech­net. Den Titel kennt man natür­lich, aber mir war völ­lig neu, dass es sich um einen deut­schen Film han­delt, der in eng­li­scher Spra­che gedreht wur­de. Beson­ders ver­stö­rend: Wirk­lich absto­ßen­de Fol­ter­sze­nen wech­seln sich ab mit Tiri­li­ri unter­legt mit Film­mu­sik von Micha­el Holm (ja, dem von “Men­do­ci­no” und “Trä­nen lügen nicht”). Weil es ein­fach echt nicht mein Ding ist, hab ich bei den Fol­ter­sze­nen die meis­te Zeit gar nicht hin­ge­se­hen – aber letzt­end­lich waren die weni­ger schlimm als befürch­tet. Das Ende fand ich mega kacke, aber unter­hal­ten hat der Film mich den­noch irgend­wie. Im Anschluss an den Film lief noch der ori­gi­nal Trai­ler und ich bin sehr froh, dass ich den nicht vor­her gese­hen habe, denn im Prin­zip ist das eine kom­plet­te Zusam­men­fas­sung des gan­zen Films inklu­si­ve des doch etwas über­ra­schen­den Endes.

★★★☆☆

 


 

The Last House on the Left (1972)

Gese­hen am 7. Okto­ber auf Laserdisc.

Zwei Teen­ager wol­len auf ein Rock­kon­zert, gera­ten aber in die Hän­de einer ent­flo­he­nen bru­ta­len Verbrecherbande.

Mar­tin sagt: Noch eine Laser­disc aus dem Astro-Kata­log. Die war wirk­lich schwe­rer zu bekom­men als Mark of the devil. Aber dann war sie da. Das Cover düs­ter und bru­tal, Ket­ten­sä­gen­mas­sa­ker scheint vor­pro­gram­miert. Kran­ke Leu­te, Mord­lust, Ver­ge­wal­ti­gung und der gan­ze Plot ver­dich­tet sich auf das letz­te Haus auf der lin­ken Sei­te. Nach 50 Minu­ten wit­zi­ger Hetz­jagd und fet­zi­ger Coun­try­mu­sik sowie Kli­schee-Poli­zis­ten hab ich mich gefragt, ob ich eine ande­re Vor­stel­lung von dem Begriff “Hor­ror” habe als ande­re. Aber selbst durch die fie­sen Sze­nen hat das gan­ze eher was von ‘nem 70er Film ohne wirk­li­che Schub­la­de. Hab mich aber nicht wirk­lich gelang­weilt und fand den ganz unter­halt­sam. Kei­ne wirk­li­chen Schock­mo­men­te oder ähn­li­ches. Wit­zi­ger Sound­track – außer an den bru­ta­len Key­sze­nen. Da hat dann wohl doch einer mit Durch­fall am Syn­the­si­zer gesessen.

★★★☆☆

Miri­am sagt: Bei der imdb schreibt jemand, dass “The Last House on the Left” der ver­stö­rends­te Film ist, den er je sah. Abso­lut nach­voll­zieh­bar. Ich weiß gar nicht, WAS ich erwar­tet habe, aber nicht das. Viel­leicht liegt es am Cover, dass ich etwas mys­ti­sches erwar­tet habe, was eben über­wie­gend in die­sem letz­ten Haus links spielt. Die Bösen sind  eine Grup­pe kran­ker Bas­tar­de und man fragt sich natür­lich ein biss­chen, wie man auf die Idee kommt, so einen Film zu machen und wen das Gan­ze eigent­lich unter­hal­ten soll. Ich muss zuge­ben, dass mich die­ser Film bis­her am rat­lo­ses­ten zurück­ge­las­sen hat. Denn auch wenn er wahn­sin­nig absto­ßend war, so kann ich doch nicht behaup­ten, dass er mich nicht unter­hal­ten hät­te. Gewalt­ver­herr­li­chend bis zum Geh­t­nicht­mehr und trotz­dem irgend­wie “gut”. In naher Zukunft muss ich den Film aber nicht noch ein­mal sehen.

★★★☆☆

#horrorctober 2017

Zuge­ge­ben: Wir sind bei­de nicht die größ­ten Hor­ror­film-Fans. Bei mir gab es da zwar mal eine Pha­se mit ca. 13, wo ich gele­gent­lich mit Freun­din­nen Fil­me wie „Scream” und „Ich weiß, was du letz­ten Som­mer getan hast” ange­schaut habe, aber mein liebs­tes Gen­re ist Hor­ror trotz­dem nicht. Jetzt, wo es auf den Herbst, Okto­ber und natür­lich Hal­lo­ween zugeht, ist das natür­lich eine ganz ande­re Kis­te. Der #horrorc­to­ber steht vor der Tür. Und wer den Ernst nimmt, schaut im Okto­ber 13 Hor­ror­fil­me. Dass wir das schaf­fen, bezweif­le ich ehr­lich gesagt, auch weil im Okto­ber die zwei­te Staf­fel „Stran­ger Things” anläuft. Aller­dings zum Glück erst am 27. Außer­dem ist der Mann immer schwer beschäf­tigt mit Arbeit und Hob­bys und ich unter ande­rem damit, schwan­ger zu sein.

Da wir es also nie­mals schaf­fen wer­den 13 Fil­me in einem Monat anzu­schau­en, und auch schon gar nicht eine Lis­te aus vor­her fest­ge­leg­ten Fil­men (wes­we­gen das #projekttop250 schon wie­der sta­gniert), wer­den wir den #horrorc­to­ber ganz ent­spannt ange­hen. Wir schau­en mal, was wir noch im Fun­dus an (teil­wei­se unge­se­he­nen) Video­kas­set­ten, Laser­discs, DVDs und Blu-Rays da haben; ob es noch etwas Inter­es­san­tes bei Net­flix, Ama­zon Prime oder im Free TV gibt und dann etwas schau­en, wenn wir Zeit und Lust dazu haben.

Hier wird es also im Vor­hin­ein kei­ne fes­te Lis­te geben, eher so ein paar Ideen und dann im Anschluss an den Horrorc­to­ber eine klei­ne Nachlese.

Filmideen für den #horroctober

  • Arach­no­pho­bia (VHS)
  • Der Babadook (Fest­plat­ten-Recor­der)
  • Die Nacht der leben­den Toten (DVD)
  • Fried­hof der Kuschel­tie­re (DVD)
  • Woo­doo (DVD)
  • Angriff der Kil­ler­to­ma­ten (DVD)
  • Bra­in­dead (DVD)
  • Dra­cu­la (DVD)
  • Der Exor­zist (DVD + Net­flix, #projekttop250)
  • Rose­ma­ries Baby (#projekttop250, müss­ten wir dann noch besorgen)
  • Death Note (läuft bei Net­flix unter Hor­ror, wir sind bei­de Fans des Ani­mé und schon allein des­halb ist schon der Gedan­ke an den Film ein Albtraum)
  • Armee der Fins­ter­nis (Net­flix)
  • Der Fluch (The Grudge) (Net­flix)
  • Hos­tel (Net­flix)
  • Das Inter­nat: Zum Schwei­gen ver­ur­teilt (Net­flix)
  • I am the pret­ty thing that lives in the house (Net­flix)
  • Im Land der Rake­ten­wür­mer (Net­flix)
  • Con­ju­ring – die Heim­su­chung (Ama­zon Prime)
  • Crim­son Peak (Ama­zon Prime)
  • Orphan – das Wai­sen­kind (Ama­zon Prime)
  • Saw (Ama­zon Prime)
  • The Devil’s Rejects (Ama­zon Prime)
  • Silent Hill (Ama­zon Prime)
  • Der wei­ße Hai (Ama­zon Prime, #projekttop250)
  • Seo­ul Sta­ti­on (Ama­zon Prime)
  • The Others (Ama­zon Prime)
  • So fins­ter die Nacht (Ama­zon Prime)
  • The Fog – Nebel des Grau­ens (Ama­zon Prime)
  • Sie leben! (Ama­zon Prime)
  • Mir­rors (Ama­zon Prime)
  • Das Ding aus einer ande­ren Welt (Ama­zon Prime)
  • Durst (DVD, Ama­zon Prime)
  • Hal­lo­ween Hor­ror Movie Mara­thon: Silent Clas­sics – Nos­fe­ra­tu – The Cabi­net of Dr. Cali­ga­ri (Ama­zon Prime)
  • Bad Tas­te (Ama­zon Prime)
  • Nackt und zer­fleischt (Laser­disc)
  • … (diver­ser ande­rer Kram auf Laser­disc, den der Mann noch durch­schau­en will, aber noch nicht dazu kam wie zum Bei­spiel: Hexen bis aufs Blut gequält und The Last House on the Left)

Update: Die lie­be Laris­sa hat unse­re Lis­te gese­hen und hat sich inspi­riert gefühlt, selbst noch ein paar Fil­me auf­ge­schrei­eben, die wir doch gege­be­nen­falls noch anscheu­en könn­ten im Lau­fe die­ses #horrorc­to­ber. Ein paar waren aber dop­pelt, des­we­gen lis­te ich jetzt nur die „neu­en” auf.

  • The Haun­ting of Helena
  • Mama
  • Pos­ses­si­on
  • Das Haus der Dämonen
  • Ins­idious
  • Sinis­ter
  • Fall 39
  • Zim­mer 1408
  • The Eye
  • Frontier(s)
  • Dog­house
  • Scouts vs. Zombies

Mal sehen, ob dir Fil­me irgend­wo gestreamt wer­den oder sogar im Free-TV lau­fen. Wenn es passt, wer­den wir uns viel­leicht auch aus die­sem Pool bedienen.

Gewinnspiel!

Außer­dem wird es im #horrorc­to­ber ein klei­nes Gewinn­spiel geben. Was genau man machen muss, um dar­an teil­zu­neh­men, müs­sen wir uns noch über­le­gen. Aber auf jeden Fall wird es „Die Nacht der leben­den Toten” auf DVD zu gewin­nen geben. Den haben wir näm­lich dop­pelt. Dazu am  bes­ten die Ahman-Sei­te bei Face­book oder den Blog im Auge behalten.

 

 

#projekttop250 – aktueller Stand im Mai 2017

Nach­dem wir an den letz­ten Tagen vor Jah­res­wech­sel rich­tig Knall­gas gege­ben haben, ist das #projekttop250 lei­der wie­der ein wenig ein­ge­schla­fen. Vor Ende des Jah­res woll­ten wir die Top 50 kna­cken und das hat auch ziem­lich gut geklappt (Mar­tin berich­te­te).

Erstes Zwischenziel erreicht: blaue Häkchen eingeholt

Seit­dem ist aller­dings lei­der nicht mehr viel dazu gekom­men. Ein klei­nes Zwi­schen­ziel ist jedoch auch wie­der erreicht: Mar­tin ist mir nicht mehr vor­aus. Anfangs war es näm­lich so, dass es Fil­me auf der Lis­te gab, die jeweils nur einer von uns gese­hen hat­te. Es gab also blaue Häk­chen für Mar­tin, (deut­lich mehr) grü­ne Häk­chen für mich und wenn wir bei­de einen Film gese­hen hat­ten, wur­de er aus­ge­graut. Nun gibt es also kei­ne blau­en Häk­chen mehr.

Der letz­te Film, den Mar­tin mir vor­aus hat­te, war „Ip Man” und den habe ich kürz­lich nach­ge­holt. Und der war so ganz anders als ich ihn mir vor­ge­stellt hat­te. Der Film ist erst ab 18 Jah­ren frei­ge­ge­ben und so erwar­te­te ich ent­spre­chend viel Bru­ta­li­tät. Die kam auch irgend­wann, aber weni­ger schlimm, als ich sie mir vor­ge­stellt hatte.

Am meis­ten beein­druckt haben mich die per­fekt choeo­gra­phier­ten Kämp­fe. Ich hab über­haupt kei­ne Ahnung von Wing Chun, aber auf mich wirk­te das wenig über­trie­ben. Die Kämp­fer sind nicht plötz­lich in der Luft ste­hen geblie­ben oder haben sich in einem unmensch­li­chen Maße ver­bo­gen. So etwas mag in Kung-Fu-Fil­men viel­leicht super aus­se­hen, aber ich per­sön­lich mag es nicht, wenn das so über­spitzt dar­ge­stellt wird.

Hier kann man sich bei You­Tube den Trai­ler angu­cken und den Film auch gleich für 2,99 € strea­men. Ich muss zuge­ben, dass mich die Syn­chro ein biss­chen irri­tiert, denn ich hab den Film im Ori­gi­nal mit Unter­ti­teln ange­se­hen. Ansons­ten gibt es ihn, genau wie sämt­li­che Fort­set­zun­gen bei Net­flix. Und auch Ama­zon Prime hat die Fil­me im Ange­bot. Wer lie­ber etwas in der Hand hat, kann natür­lich auch die DVD ordern*.

Populäre chinesische Filme: „Ip Man” gehört nicht dazu

Mir ist wäh­rend des Schau­ens und danach auf­ge­fal­len, dass ich noch nicht beson­ders vie­le chi­ne­si­sche Fil­me gese­hen habe. Beim Goog­len nach den bes­ten chi­ne­si­schen Fil­men tauch­te „Hero” von 2002 auf, den ich damals sogar im Kino gese­hen habe. Aller­dings mei­ne ich mich erin­nern zu kön­nen, dass mir der Film damals über­haupt nicht gefal­len hat. Viel­leicht soll­te ich ihm 15 Jah­re spä­ter noch mal eine zwei­te Chan­ce geben. Übri­gens taucht „Ip Man” in kei­ner die­ser Top-Lis­ten auf. Und auch aus der imdb ist er Stand heu­te raus geflo­gen. Da zeigt sich wie­der mal, dass die Top 250 der imdb nicht unbe­dingt die bes­ten Fil­me reprä­sen­tiert, son­dern eben nur die popu­lärs­ten Fil­me unter deren Nut­zer. Damit will ich aber nicht sagen, dass „Ip Man” schlecht ist. Nein, er hat mich sogar sehr gut unter­hal­ten. Aber es ist eben lei­der doch ein gro­ßes Spiel mit Kli­schees und Ste­reo­ty­pen. Und ich fin­de lei­der auch, dass die zwei­te Hälf­te gegen die ers­te etwas abst­inkt. Dass der Film his­to­risch nicht kor­rekt sein soll, und des­we­gen etwas kon­stru­iert wirkt, kommt erschwe­rend hinzu.

Dem­nächst also dann noch­mal „Hero” und schau­en, war­um der so viel bes­ser bewer­tet und zeit­gleich weni­ger popu­lär ist.

"Hero" war visuell beeindruckend

 

 

 

May the fourth be with you – happy Star Wars Day!

Anfang Mai ist immer eine gute Zeit für Nerds, denn nicht nur jährt sich am 2. Mai die Schlacht von Hog­warts (Rai­se your wands! /*), nein, am 4. Mai ist auch noch Star-Wars-Tag. Mei­ne Time­li­nes bei Face­book und Twit­ter sind voll mit „May the fourth be with you” wün­schen, alle tra­gen Star Wars-Mer­chan­di­se, hören den Sound­track. Und nicht nur die „Pri­vat­leu­te”, auch die Unter­neh­men nut­zen die Gele­gen­heit auf der Wel­le mit­zu­rei­ten. In mei­ner Face­book-Time­li­ne am heu­ti­gen Mor­gen schon IKEA oder auch die DKMS.

Am vierten Mai sind wir bei Ihnen!”

Ich hab natür­lich ein biss­chen her­um­ge­goo­gelt, wäh­rend ich das hier schrei­be. Ich war bis­lang näm­lich der irri­gen Mei­nung, dass es den Star-Wars-Tag noch gar nicht so lan­ge gibt. Vor eini­gen Jah­ren gab es bei NTV näm­lich ein Inter­view mit Geor­ge Lucas. Die­ses wur­de simul­tan auf Deutsch über­setzt. Dabei wur­de aus dem bekann­ten Spruch „May the For­ce be with you!” („Möge die Macht mit dir sein!”) dann eben „Am vier­ten Mai sind wir bei Ihnen.” Wie das pas­sie­ren konn­te? Dem Über­set­zer war die Catch­phra­se offen­sicht­lich nicht geläu­fig, und so ver­stand er „May the fourth be with you.” Das ist eigent­lich gar kein rich­ti­ger Satz, aber „May the fourth” bedeu­tet natür­lich „Der vier­te Mai”. Wer die­se „wir” sind, weiß aber wohl nur der Über­set­zer, der in dem Augen­blick wahr­schein­lich nur IRGENDWIE einen Sinn aus die­sem Satz schla­gen wollte.

Das Video wur­de damals (in der Prä-You­Tube-Twit­ter-Face­book-9Gag-Ära) aus­führ­lich bei TV Total aus­ge­schlach­tet. Heut­zu­ta­ge wäre es wahr­schein­lich viral gegan­gen. Wenn jemand das Video irgend­wo hat/findet, bit­te ger­ne pos­ten, ich habe es lei­der nir­gend­wo mehr fin­den können.

Fast 40 Jahre Star Wars Day

Jeden­falls nahm ich an, dass das (mit) der Aus­lö­ser für den Star-Wars-Tag war. Laut Wiki­pe­dia (die seriö­ses­te Quel­le in die­sem Inter­net!) gibt es den „Fei­er­tag” aber schon seit 1979. Schon damals gab es die Ver­bin­dung zwi­schen „For­ce” und „Fourth”. Da muss­te gar nicht erst ein ver­wirr­ter Aus­län­der kom­men, um das misszuverstehen.

Ob wirk­lich vor fast 40 Jah­ren schon gefei­ert wur­de, lässt sich natür­lich nicht mehr nach­voll­zie­hen. Und wenn, bezweif­le ich, dass es sol­che Aus­ma­ße hat­te, wie es heut­zu­ta­ge hat. Wer die Fil­me (oder Seri­en, oder Video­spie­le, oder oder oder) schon län­ger nicht mehr gese­hen (oder gehört, oder gespielt …) hat, für den ist heu­te natür­lich die per­fek­te Gele­gen­heit. Ande­rer­seits: Every day is Star Wars day.

Wie ich den Feiertag verbringe

Völ­lig zusam­men­hangs­los habe ich tatäch­lich zur „Früh­stücks­pau­se” eine Fol­ge „Star Trek” geschaut. Huch! Sakri­leg! Nein, eigent­lich nicht. Ich bin näm­lich einer von denen, denen die­ser Glau­bens­krieg völ­lig am Arsch vor­bei geht. Ich mag tat­säch­lich bei­des. Übri­gens habe ich den Mann kürz­lich ein biss­chen mit „Voya­ger” ange­fixt, als wir den Pilot­film auf Laser­disc geguckt haben. Ich hät­te ja mal wie­der Lust auf einen Rewatch.

Ansons­ten geht wahr­schein­lich nicht viel. Mei­ne Shirts sind eh alle gera­de ein biss­chen zu eng und eigent­lich hab ich auch gar kei­ne Zeit. Falls ich heu­te mit der Arbeit doch noch gut zuran­de kom­me, wür­de ich aber ger­ne mal den neu­es­ten Star-Wars-Zugang in unse­rer Samm­lung ent­jung­fern. Ich weiß nicht, ob Sie’s wuss­ten, aber Mar­tin hat ja ein klei­ne Zunei­gung zu den groß­for­ma­ti­gen Medi­en Laser­disc und Lang­spiel­plat­te. Nun begab es sich, dass Dis­ney im letz­ten Jahr Son­der­aus­ga­ben eini­ger aus­ge­wähl­ter Fil­me her­aus­ge­bracht hat. Sie ahnen es schon: im Schall­plat­ten-For­mat. Ganz unei­gen­nüt­zig habe ich Mar­tin zwei davon geschenkt, zum einen „Fin­ding Dory”* und eben „Star Wars – The For­ce Awa­kens”*. Das sieht bis­lang lei­der nur hübsch aus, also viel­leicht schau ich heu­te Abend mal rein. Übri­gens, auch wenn ich nichts davon habe, emp­feh­le ich die Big Slee­ves direkt bei Ama­zon UK zu bestel­len, das ist güns­ti­ger. Über den Affi­lia­te-Link dürft ihr aber auch ger­ne etwas ande­res kaufen.

Spiceworld – der #schlefaz

Völ­lig unver­mit­telt platz­te es aus Mar­tin her­aus: „Es gibt einen Spi­ce Girls-Film?!” – mei­ne Ant­wort: „Ja!”. Das Kurio­se an die­sem klei­nen Zwi­schen­fall: Ich hat­te die DVD von Spi­ce­world*  erst weni­ge Tage vor­her auf mei­nen Ama­zon-Wunsch­zet­tel gesetzt.

Fast hät­te ich den Film sogar damals im Kino gese­hen. Ich woll­te mit mei­ner Freun­din Tita­nic anse­hen, wahr­schein­lich zum wie­der­hol­ten Male, und die Leu­te stan­den bis raus in der Schlan­ge, als es plötz­lich hieß, die Vor­füh­rung sei aus­ver­kauft. Ich über­re­de­te mei­ne Freun­din in der Schlan­ge zu blei­ben, da ich mich schon aufs Kino gefreut hat­te und woll­te statt­des­sen eben ein­fach den Spi­ce Girls-Film anse­hen. Es begab sich aber, dass zwei reser­vier­te Tickets nicht abge­holt wur­den, und wir dann doch noch Leo anschmach­ten konn­ten. Auch jetzt im Nach­hin­ein noch das Bes­te, was uns pas­sie­ren konnte.

Spiceworld vereint (Pseudo-)Doku und Elton John und Aliens

Spi­ce­world sah ich dann zum ers­ten Mal auf Pre­miè­re und hab ihn mir auch daher auf Kas­set­te auf­ge­nom­men. Denn im Grun­de ist der Film zwar echt mies, aber er hat mich damals den­noch wahn­sin­nig unter­hal­ten. Ich glau­be aller­dings nicht, dass es mir so schwer­fällt, die Sto­ry wie­der­zu­ge­ben, weil das alles fast 20 Jah­re her ist, ich glau­be eher, dass es kei­ne rich­ti­ge Sto­ry gab.

Ich erin­ne­re mich an eine Doku, die wäh­rend des Films über die Band gedreht wird, an einen rie­si­gen Uni­on Jack-Tour­bus, in dem jede der Damen ihr eige­nes „Zim­mer” hat­te, an eine Aus­bil­dung beim Mili­tär, an Außer­ir­di­sche, an eini­ge Gast­auf­trit­te und natür­lich an viel Musik. Außer­dem an Vic­to­ria Beck­ham (damals noch Adams), die im Film erstaun­lich viel wit­zi­ger war, als man sonst so den Ein­druck hatte.

Dieses Video ist in Ihrem Land nicht verfügbar

Den Film auf DVD zu haben, wäre ein Traum. In Deutsch­land ist aller­dings nie eine erschie­nen. Es gibt aber Import-DVDs, die deut­schen Ton haben sol­len. Außer­dem gibt es den Film unter ande­rem bei iTu­nes, Max­do­me und Sony zu lei­hen und zu kau­fen. Falls mir einer von euch eine Freu­de machen will, wisst ihr ja, was zu tun ist. Ansons­ten muss ich mir dem­nächst viel­leicht noch was gön­nen. Es wür­de mich näm­lich wahn­sin­nig inter­es­sie­ren, ob der Film wirk­lich so schreck­lich (und) unter­halt­sam ist, wie ich ihn in Erin­ne­rung hab.

 

Übri­gens: Viel schlim­mer als „Spi­ce­world – der Film” ist das Play­sta­ti­on 1‑Spiel „Spi­ce­world”. VIEL. SCHLIMMER.